Schwabenitzkys Starfilm bietet jetzt Aktien an

31. August 2001, 19:08
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Fans des Regisseurs zur Zeichnung aufgefordert

Wien - Fans des österreichischen Regisseurs Reinhard Schwabenitzky können nun in die von ihm gegründete Starfilms Entertainment AG investieren. Im Rahmen eines öffentlichen Angebots werden zunächst 10.000 Stück auf Inhaber lautenden Stückaktien zum Preis von 90 Euro (1.238 S) je Stück aufgelegt. Ab rund 100.000 S (7.267 Euro) ist man dabei. Dies sei als weitere Vorbereitung für den in in bis zwei Jahren geplanten Börsegang des Unternehmens zu sehen, sagte Reinhard Wallmann, der gemeinsam mit Schwabenitzky den Vorstand der Starfilms AG bildet.

Kapitalaufstockung genehmigt

Das Grundkapital der Filmfirma beträgt derzeit laut Kapitalmarktprospekt 114.125 Euro und ist zur Gänze aufgebracht. Die Hauptversammlung habe eine Kapitalaufstockung um 36.000 Stück Aktien genehmigt. Eigentümer sind derzeit neben Schwabenitzky, seiner Ehefrau Elfi Eschke und seinem Sohn Markus, die "SA-Invest" Schloß Almegg Investment GmbH, die Invest Beteiligungs- und Treuhandgesellschaft mbH Wallmanns sowie ein von Wallmann nicht genannter "Fan".

Großinvestor

Die erste Tranche der Kapitalerhöhung soll von September 2001 bis Jahresende 2001 durchgeführt werden und umfasst 10.000 Stück Aktien zu je 90 Euro. Die zweite und dritte Tranche zu je 10.000 Stück sollen laut Kapitalmarktprospekt in den Jahren 2002 und 2003 zu 120 bzw. 150 Euro je Aktien begeben werden. Die vierte Tranche im Umfang von 6.350 Stück sei für einen Großinvestor reserviert.

Bürges

Verhandelt werde mit der bundeseigenen Bürges Förderbank über eine weitere Tranche, so Wallmann. Als Exit-Strategie für potenzielle Investoren biete sich entweder die Hereinnahme eines strategischen Partners oder der geplante Börsegang an. Ansprechen wolle die Starfilms Entertainment vor allem Start-Up-Investoren.

Die im Frühjahr 2000 gegründete Starfilms Entertainment will Filme vor allem für den internationalen Markt entwickeln, um so die Vermarktungschancen ihrer Filme zu erhöhen. Bisher habe man den unter der Regie Schwabenitzkys gedrehten Politthriller "Hannah" in englischer Sprache im Programm. Die im heurigen Frühjahr in englischer Sprache fertig gedrehte Schwabenitzky-Komödie "She, Me & Her" soll ebenfalls international vermarktet werden.

Verlust im Rumpfgeschäftsjahr

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 7. April bis 30. Juni 2000 wurde laut Kapitalmarktprospekt ein Verlust von rund 690.000 S geschrieben, wobei darauf hingewiesen wird, dass dies Zahlen nur beschränkt aussagefähig seien, da noch keine Umsatzerlöse erzielt wurden. Für das Geschäftsjahr 1. Juli 2000 bis 30. April 2001 liege der vorläufige Jahresverlust bei rund 1,5 Mill. S, es seien keine Umsatzerlöse erzielt worden. Ab dem Jahr 2002 sollen laut Business-Plan Gewinne erzielt werden. Allerdings sei bei Filmproduktionen eine genaue Vorhersage der zu erwartenden Aufwendungen und Erträge schwierig. Vor allem die zu erwartenden Erträge seien "praktisch nicht planbar". Bei einem Kassenschlager etwa sei es möglich, dass die Kinoeinnahmen die Produktionskosten schon innerhalb kurzer Zeit übersteigen. (APA)

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