Fusion zwischen E-plus-Dachkonzern KPN und Belgacom gescheitert

31. August 2001, 13:58
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Differenzen bei Bewertung und Führungsanspruch

Die Fusion zwischen dem niederländischen Telefonkonzern KPN und dem belgischen Staatskonzern Belgacom ist gescheitert. Dies teilte ein KPN-Sprecher am Freitag in Den Haag mit. Nach Medienberichten konnten sich die Fusionspartner in den vergangenen Wochen weder auf die Bewertung ihrer Unternehmen noch auf die künftige Führung einigen. KPN ist die Mutter des deutschen Anbieters E-plus.

Die Brüsseler Regierung hatte nach Medienangaben darauf gedrungen, dass der belgische Staatskonzern die Führung in einem gemeinsamen Konzern übernimmt. Im vergangenen Jahr war die geplante Fusion von KPN und der spanischen Telefónica am Streit um den Staatseinfluss geplatzt: Damals hatten sich spanische Banken als Telefónica-Großeigner gegen eine dominante Rolle des niederländischen Staates gesperrt.

KPN erwirtschaftet dem Bericht zufolge drei Mal so viel Umsatz wie die nicht börsennotierte Belgacom; der kleinere Fusionspartner hat aber anders als die große KPN kaum Schulden. Bei KPN waren unter anderem durch den Kauf von e-plus und die Milliardeninvestitionen in UMTS-Mobilfunk 23 Mrd. Euro (316 Mrd. S) an Verbindlichkeiten aufgelaufen. (APA)

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