Wirtschaft begrüßt Festhalten am Nulldefizitkurs

31. August 2001, 13:41
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Leitl: Rasche Verwaltungsreform für Finanzierung von Lohnnebenkostensenkung und Steuerreform notwendig

Wien - "Die Wirtschaft unterstützt das klare Nein des Finanzministers zu einem Abgehen vom Nulldefizitkurs", sagte Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, zu den gestrigen Aussagen von Karl-Heinz Grasser im Fernsehen. "Natürlich wird die Erreichung des Nulldefizits angesichts der Konjunkturdelle vermehrte gemeinsame Anstrengungen erfordern, nur sollte nicht sofort beim ersten Auftreten von Schwierigkeiten versucht werden, das ambitionierte Ziel der Budgetsanierung aufzuweichen".

Exportinitiative

Die Wirtschaftskammer werde mit einer Exportinitiative einen Beitrag zur Konjunkturbelebung leisten, die mit einer Steigerung der Exporte Arbeitsplätze sichern und zusätzliche schaffen werde, erklärte der Wirtschaftskammerpräsident. Er teile die Meinung des Finanzministers, dass Arbeitsplätze nicht auf Schulden zu kaufen seien. Leitl betont, dass aber auch die versprochene Senkung der Lohnnebenkosten um 15 Milliarden Schilling (1,09 Mrd. Euro) und eine Entlastung der Wirtschaft im Rahmen der geplanten Steuerreform unumgänglich sei.

Westeuropa senkt Steuern

"Das ist für den Standort Österreich von größter Bedeutung. In Westeuropa, etwa in Deutschland oder Italien, werden die Steuern für Betriebe gesenkt, da dürfen wir nicht ins Hintertreffen geraten. Zugleich werden die EU-Beitrittsländer für Investoren immer attraktiver, wenn die Förderungsmilliarden aus Brüssel in diese Regionen fließen werden. Da müssen wir rechtzeitig handeln", so Leitl.

VErwaltungsreform gefordert

Finanziert werden könne dieses ambitionierte Programm durch größere Anstrengungen und Einsparungen im Rahmen der Verwaltungsreform, ist Leitl überzeugt: "In der Wirtschaftskammer haben wir mit unserer Reform bereits die Machbarkeit von Einsparungen vorgezeigt. Wir fordern nun vom Staat, seine Hausaufgaben bei der noch ausstehenden Verwaltungsreform rasch voranzutreiben." (APA)

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