YLine verschiebt Veröffentlichung der Halbjahreszahlen

31. August 2001, 13:31
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Auf 17. September 2001 - Pressekonferenz auf Donnerstag verschoben

Das durch eine Zessionsvereinbarung mit IBM in Mitleidenschaft gezogene börsenotierte Wiener Softwarehaus YLine hat die für Freitag angekündigte Bekanntgabe der Ergebnisse des zweiten Quartals 2001 auf den 17. September verschoben. Grund dafür seien "noch offene Bewertungen und die noch nicht entschiedene Kontroverse mit IBM", so das Unternehmen am Freitag in einer Presseinformation.

14 Millionen Euro Schulden an IBM

Nach einer vertraglich vereinbarten Globalzession hat YLine rückwirkend per 17. Mai 2001 ihre gesamten Forderungen an die IBM Österreich AG abgetreten. YLine schuldet IBM rund 14 Millionen Euro, die bis spätestens Ende Juli bezahlt werden hätten müssen. Umgekehrt hat YLine kürzlich die seit 1999 andauernde Partnerschaft mit IBM aufgekündigt und gegen IBM nun wegen angeblicher Nichteinhaltung des Vertrags "Vertragsbruch, die missbräuchliche Verwendung ihrer marktdominierenden Stellung und die Anwendung unfairer Geschäftsmethoden" Klagen eingebracht. YLine fordert von IBM 42 Millionen Euro (578 Millionen Schilling) an bereits von YLine aufgewendeten Kosten zurück.

Pressekonferenz verschoben

Verschoben wurde unterdessen auch eine für kommenden Mittwoch angesetzte Pressekonferenz, in der der Vorstand ein vollständiges Bild über die gegenwärtige Situation von YLine darlegen wollte. Sie soll nun am darauffolgenden Donnerstag stattfinden.

Höhere Verluste

YLine hat das abgelaufene Geschäftsjahr 2000 mit 37,7 Millionen Euro (519 Millionen Schilling) in der Kreide beendet. Das ist drei Mal so viel wie im Jahre 1999, wo die Gesamtverbindlichkeiten noch 12,4 Millionen Euro betragen haben. Mit 37,7 Millionen Euro überstiegen die Verbindlichkeiten der YLine Business Service AG im vergangenen Jahr sogar den Umsatz, obwohl sich dieser im Jahr 2000 - wie berichtet - von 3,9 auf 34,1 Millionen Euro (470 Millionen Schilling) fast verzehnfacht hat. Der Verlust vor Steuern hat sich im vergangenen Jahr von 5,7 auf 14,8 Millionen Euro fast verdreifacht. (APA)

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