Erste Auszahlung an russische NS-Zwangsarbeiter

31. August 2001, 12:57
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Rund 400.000 Anspruchsberechtigte

Moskau - Die ersten ehemaligen NS-Zwangsarbeiter Russlands haben Entschädigungszahlungen aus Deutschland erhalten. "Bitte nehmen Sie das Geld als Zeichen des guten Willens Deutschlands an", sagte der Vorsitzende der deutschen Stiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft", Michael Jansen, am Freitag in Moskau in Anwesenheit von zehn früheren KZ-Häftlingen. Etwa 400.000 russische Bürger haben nach Schätzungen der Regierung in Moskau Anspruch auf eine Entschädigung aus Deutschland.

Bereits am Freitag sollen in Russland die ersten 2000 früheren Zwangsarbeiter entschädigt werden. Frühere Häftlinge von Konzentrationslagern erhielten 7500 Mark (3.835 Euro/52.766 S) als erste Hälfte ihrer Entschädigung ausgezahlt. Russland hat als letztes Land mit der Verteilung der Gelder begonnen. Streit um eine angeblich notwendige Besteuerung der Zahlungen und hohe Kommissionsforderungen der auszahlenden Staatsbank hatten die Verteilung für Monate verzögert. (APA/dpa)

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