Zahlungskrise bei Südkoreas Chip-Produzenten Hynix verschärft

31. August 2001, 12:09
posten

Konkurs nähergerückt - Mehr Zeit sei notwendig

Die Zahlungskrise beim südkoreanischen Halbleiterhersteller Hynix spitzt sich weiter zu. Eine Konkursverwaltung lasse sich nicht mehr vermeiden, sollten sich die einheimischen Gläubiger nicht auf ein neues Sanierungsprogramm einigen, sagte Finanzminister Jin Nyum am Freitag im südkoreanischen Rundfunk.

Finanzhilfe

"Die Gläubigerbanken werden finanzielle Hilfe für Hynix leisten, falls sie es für überlebensfähig befinden." Die Regierung wolle diese Frage dem Markt überlassen, versicherte Jin. Die koreanischen Kreditgeber hatten zuvor ein Treffen zur Beratung über neue Rettungsmaßnahmen für das hochverschuldete Unternehmen von Freitag auf Montag verschoben.

Rettungspaket

Mehr Zeit sei notwendig, damit die Investment-Bank Salomon Smith Barney als Berater die finanzielle Situation bei Hynix erklären könne, sagte ein Sprecher des Hauptgläubigers Korea Exchange Bank. Die Bank will nach vorläufigen Angaben den anderen Kreditgebern einen Vorschlag über ein Rettungspaket im Umfang von mehr als fünf Bill. Won (4,30 Milliarden Euro/59,1 Milliarden Schilling) vorlegen.

Der drittgrößte Hersteller von Computer-Speicherkomponenten wurde hart von dem drastischen Preisverfall in der Branche getroffen. Am Freitag sackte der Kurs der Hynix-Aktie in Seoul um 5,7 Prozent auf ein Rekordtief von 830 Won. Der Titel hatte in der vergangenen Woche 50 Prozent seines Werts eingebüßt. (APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.