CyberTron schreibt noch immer tiefrote Zahlen

31. August 2001, 13:44
1 Posting

EBITDA verbessert – Nettoverlust ausgeweitet - Aktie fällt auf neues Jahrestief

Die CyberTron Telekom AG hat die erste Hälfte des laufenden Geschäftsjahres mit nach wie vor tiefroten Zahlen beendet. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte von –7,837 auf –2,915 Millionen Euro reduziert werden. Im EBITDA sei allerdings eine einmalige nicht cash-wirksame Entkonsolidierungsbuchung der verkauften Kärntner Happynet im Mai 2001 von 639.700 Euro. enthalten, teilte das Teklekom-Unternehmen heute, Freitag, mit. Der Umsatz stieg um 23 Prozent auf 36,392 Millionen Euro. Der Nettoverlust wurde von 10,845 Millionen Euro auf 14,741 Millionen Euro ausgeweitet. Trotzdem stehe laut Cybertron der operative Break Even auf Monatsbasis kurz bevor.

Maßnahmen greifen erst später

Die Ende Mai und Mitte Juni 2001 angekündigten Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität wie etwa der Happynet-Verkauf oder der Abbau der Hälfte der Mitarbeiter wurden im Laufe des zweiten und dritten Quartals umgesetzt und sollen am Ende des dritten Quartals 2001 ergebniswirksam werden. Die operative Umsatzrendite (EBITDA/Umsatz) habe sich auf Halbjahresbasis im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres von -26 Prozent auf -8 Prozent signifikant verbessert. "Im zweiten Quartal haben wir den Weg zur Steigerung unserer Profitabilität, den wir im ersten Quartal beschritten haben, zielorientiert weiterverfolgt, dabei stehen viele wesentlichen Ertragswirksamkeiten der eingeleiteten Maßnahmen jedoch noch vor uns", meinte Cybertron-Unternehmenssprecher und Vorstand Christian Forstner.

"Personalkosten" werden gesenkt

Die drei größten quantifizierbaren Blöcke nehmen dabei die Personalkosten, die Einkaufskosten und die Verwaltungskosten ein. Die Personalmaßnahmen wurden bereits zum größten Teil durchgeführt und werden die Personalkosten von 3,7 Millionen Euro im zweiten Quartal um mehr als ein Drittel im vierten Quartal senken. Durch rigorose Kosteneinsparungen in allen Verwaltungsbereichen werden die Verwaltungskosten vom zweiten zum vierten Quartal um ca. 25 Prozent gesenkt werden können, so Forstner.

Kurssturz

Die Aktie des an der Wiener Börse notierten Unternehmens reagierte auf die Halbjahreszahlen mit einem Kurssturz. Nach einem Eröffnungskurs von 2,80 Euro sackten die Papiere um knapp 25 Prozent ab und notierten am späten Vormittag bei einem neuen Jahrestief von zwei Euro (Jahreshoch: 25,59 Euro, Jahrsetief: 2,65 Euro).

Share if you care.