Das Einsetzen der Menopause ist genetisch bedingt

31. August 2001, 10:58
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DNA-Test soll in Zukunft individuelle Voraussage ermöglichen

Utrecht - Das Ende der Gebärfähigkeit von Frauen hängt zum Großteil von genetischen Faktoren ab. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie von WissenschaftlerInnen der Universität Utrecht mit 243 Schwestern und einer kleineren Gruppe eineiiger Zwillinge gekommen. Das Einsetzen der Menopause konnte bei den Frauen anhand der Vergleichsdaten ihrer Schwestern mit 87-prozentiger Genauigkeit vorausgesagt werden. In Zukunft könnte ein Test vor dem Einsetzen einer verfrühten Menopause warnen. Besonders Frauen in der entwickelten Welt könnten sich für diese Methode interessieren, da sie immer später schwanger werden, berichtet das Fachjournal Human Reproduction.

Laut dem leitenden Wissenschaftler Jan-Peter der Bruin beginnt die weibliche Fruchtbarkeit sich bereits 20 Jahre vor Einsetzen der Wechseljahre zu verringern. Tritt die Menopause vor dem 50 Lebensjahr ein, kann die Fruchtbarkeit bereits früher deutlich reduziert sein. Weitere Forschungen sollen feststellen, welche Gene den Beginn der Wechseljahre steuern. De Bruin hält es laut BBC jedoch für unwahrscheinlich, dass die Gentherapie je eine Lösung dieses Problems liefern wird. Für den sinnvollen Einsatz dieses Verfahrens seien einfach zu viele Gene beteiligt. "Durch die Isolation der verantwortlichen Gene ist jedoch eine gute Chance gegeben, dass ein DNA-Test in Zukunft eine genaue Voraussage liefern wird ." (pte)

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