Krenn ortet "Zeitgeistverfall"

31. August 2001, 10:52
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"Es gibt ein paar Kasperl, die auf ein Mal von dieser komischen Schwulen-Ehe und diesem Blödsinn reden"

St. Pölten - "Es ist eine Schande, zu verlangen, dass wir segnen, was Gott verbietet. Dieser Widerspruch ist so groß." Mit dieser Feststellung reagierte der St. Pöltner Diözesanbischof Kurt Krenn im Sommergespräch mit dem Katholischen Nachrichtendienst Kath.Net neuerlich darauf, dass die Katholische Männerbewegung in einem "Positionspapier" für einen "Kirchensegen" für Lesben und Schwule eintritt. Er kündigte an, dass sich die Bischofskonferenz darüber beraten werde.

Krenn konstatierte stellte in diesem Zusammenhang die Frage in den Raum, "wer eigentlich die Verantwortung für die österreichische KA hat". Und er gab auch gleich selbst die Antwort: "Es gibt keine, und sie wollen natürlich keine." Darum würden "solche Dinge wie diese Erklärung" passieren. Der Schluss des Bischofs: "Wir brauchen auf der einen Seite Geduld, auf der anderen Seite mehr Härte." Und: Man müsste, meinte Krenn, alle Organisationen der KA "zurückbinden" auf die Diözesen.

Zum "Trend", dass einzelne Vertreter der Volkspartei im Zusammenhang mit dem Paragrafen 209 (Schutzalter für Jugendliche) "umfallen" würden bzw. sogar Anhänger einer "Schwulen-Ehe" seien, hielt Krenn fest: "Ich habe persönliche Zusagen von ÖVP-Politikern, die sehr wohl sagen, dass dies nicht geschehen wird. Es gibt aber ein paar Kasperl, die auf ein Mal von dieser komischen Schwulen-Ehe und diesem Blödsinn reden. Das ist natürlich irgendwo 'Zeitgeistverfall'." (APA)

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    Der St. Poeltener Dioezesanbischof Kurt Krenn bekam am 6. Juni 2001, das Grosse Goldene Ehrenzeichen mit Kreuz der Republik Oesterreich verliehen. Im Bild Krenn (R) und Kardinal Hans-Hermann Groer auf dem Weg zu der Feierstunde.

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