Gasometer-Eröffnung mit Riesenfest und Prominenz

31. August 2001, 10:23
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"Gasometer-Väter" Häupl und Faymann übergaben neuen Stadtteil seiner Bestimmung

Wien - Schon am Vorabend des großen Eröffnungsfestes sind Tausende in die Gasometer-City "gepilgert": Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur, Medienvertreter, Architekten, Bauträger, Bewohner, Geschäftsmieter und viele mehr waren zur Präsentation des außergewöhnlichen Bauprojekts geladen. Auch am Freitag wird sich der neue Stadtteil rund um die historischen Gasbehälter mit Leben füllen, wenn Bürgermeister Michael Häupl (S) und Wohnbaustadtrat Werner Faymann (S) mit einem großen Fest den offiziellen Startschuss geben.

Höhepunkt der Präsentation am Donnerstagabend war der Druck auf den roten Knopf durch Häupl und Faymann: Hunderte bunte Scheinwerfer gingen an und bestrahlten die Gasometer - als weithin sichtbares Signal der Übergabe an die Wiener - mit buntem Licht, eine Panzertür öffnete sich und die Gästemassen wälzten sich durch den Glasgang vom Entertainment-Center in die Gasometer. Zuvor fragte Show-Moderator Alfons-Haider die "Gasometer-Väter", wie sie sich angesichts dieses historischen Moments fühlten. "Gerüht wie alle Väter", meinte Bürgermeister Häupl und "ganz besonders" Wohnbaustadtrat Faymann: "Aller Ärger, den es gegeben hat, ist vergessen!"

"Diamant der Stadtentwicklung"

In seiner Rede freute sich Faymann über "die Chance, Baukunst vorzufinden, die sich mit moderner Architektur zusammen zu so einem Kunstwerk vereint" und gedachte auch der Schrecksekunde, als während der Bauarbeiten die Decke der Veranstaltungshalle einstürzte. "Ein Albtraum für die Versicherung, aber ein Glück, dass niemand verletzt wurde." Die Arbeiten am Gasometer verliefen, abgesehen von einigen kleinen Verletzungen, unfallfrei. Arbeiter der verschiedensten Nationalitäten hatten zwei Jahre lang an dem neuen Wiener Wahrzeichen gearbeitet.

"Wenn ich zurückdenke an die erste, die embryonale Phase des Projekts, dann muss ich ja zugeben, dass ich damals nicht geglaubt habe, dass das funktionieren wird", gestand Häupl. Umso stolzer sei er heute auf diesen "Diamant der Stadtentwicklung". Von Anfang an sei das Projekt mit offenen Armen und viel Interesse von der Wiener Bevölkerung aufgenommen worden, das "typische Wiener Raunzen" habe er nie vernommen, so Faymann. Dies sei nicht zuletzt ein Verdienst des positiven Medienechos, weshalb der Dank auch den Medienvertretern gelte.

Das internationale Echo auf das innovative Projekt sei enorm gewesen, berichtete Architekt Manfred Wehdorn, der den Gasometer C gestaltet hatte. "Wo ich auch hinkomme im Ausland - man fragt mich immer, wie es denn dem Gasometer-Projekt geht." (APA)

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