Treffen der Delegierten aus 150 Ländern in Durban begonnen

31. August 2001, 10:32
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Doch kein Boykott Israels und der USA

Durban - In der südafrikanischen Stadt Durban hat am Freitag die "UNO-Weltkonferenz gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängende Toleranz" begonnen. Zur Eröffnungsfeier waren neben Delegierten aus rund 150 Ländern auch Staats- und Regierungschefs angereist, darunter Palästinenserführer Yasser Arafat, der kubanische Präsident Fidel Castro und Kongos Staatsoberhaupt Joseph Kabila. Österreich ist bei der Konferenz durch den Generalsekretär im Außenministerium, Albert Rohan, vertreten.

Die 1997 beschlossene Konferenz ist die dritte ihrer Art. Auf dem achttägigen Treffen soll nach Wegen zur Bekämpfung von Rassismus in allen seinen Formen gesucht werden. Das Treffen war im Vorfeld von Boykottdrohungen Israels und der USA überschattet. Sie hatten sich ebenso wie europäische Länder an Forderungen nach Entschädigungen für Sklavenhandel und Kolonialismus sowie der geplanten Gleichsetzung von Zionismus mit Rassismus gestoßen. Erst kurzfristig haben sich sowohl die USA als auch Israel entschlossen, die Konferenz nicht zu boykottieren. Beide Staaten entsandten allerdings keine hochrangigen Delegationen nach Durban.

Der Nahostkonflikt hatte bei vorgeschalteten Veranstaltungen wiederholt zu Spannungen zwischen pro-palästinensischen und jüdischen Delegationsteilnehmern geführt. Das Treffen findet unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt. (APA/dpa)

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