Generali Vienna mit neun Prozent Prämienplus

31. August 2001, 11:55
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Wachstumsmotor Mittelosteuropa

Wien - Die Generali Vienna-Gruppe verzeichnete im ersten Halbjahr 2001 gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Anstieg des Prämienaufkommens um 9 Prozent auf 18,6 Mrd. S (1,4 Mrd. Euro). Gleichzeitig erhöhten sich jedoch die Zahlungen an Kunden: Die Rechnungsjahr-Schäden und -Leistungen wuchsen im ersten Halbjahr um 16,3 Prozent auf 13,3 Mrd. S, teilte die Generali Holding Vienna am Freitag mit. In der Lebensversicherung erhöhten sich die Leistungen um 45,1 Prozent auf 5,7 Mrd. S. In den Nicht-Lebensparten gab es lediglich einen Anstieg bei den Zahlungen um 1,2 Prozent auf 7,6 Mrd. S. Für das Gesamtjahr rechnet die Generali-Gruppe mit einem Prämienwachstum von 6,7 Prozent auf 34,1 Mrd. S.

Auch der Schadenverlauf sollte sich gegenüber dem schwierigen Vorjahr verbessern, erwartet Konzern-Chef Dietrich Karner, da bis zur Jahresmitte keine gravierenden Großschäden zu verzeichnen waren. Insgesamt werde für das Geschäftsjahr 2001 trotz erheblicher steuerlicher Mehrbelastungen durch das Budgetbegleitgesetz 2000 ein Ergebnis erwartet, das eine weitere Dotierung der Eigenmittel und die Ausschüttung eines gleich hohen Betrages (Dividende und Bonus) an die Aktionäre wie für 2000 in Höhe von 1,82 Euro je Aktie ermögliche.

Die konsolidierten Kapitalanlagen der Gruppe stiegen im ersten Halbjahr gegenüber Jahresende 2000 um 2,6 Prozent auf 111,7 Mrd. S.

Prämienzuwächse in Osteuropa

Deutlich höhere Prämienzuwächse als in Österreich konnte die Generali Vienna-Gruppe in den Mittelosteuropäischen Ländern erzielen. Die Konzernunternehmen in Central Eastern Europe (CEE) erzielten im direkten Geschäft einen Zuwachs um 29,2 Prozent auf 2,8 Mrd. S (203 Mill. Euro). Der Anteil am direkten Prämienaufkommen der Gruppe lag bei 16,3 Prozent, teilte die Generali Holding Vienna weiter mit. Die österreichischen Unternehmen der Gruppe verzeichneten einen Anstieg der direkten Prämien um 5,8 Prozent (nach plus 1,3 Prozent) auf 14,4 Mrd. S.

In Ungarn, wo die Generali auf dem zweiten Marktrang liegt, wuchsen die direkten Prämien um 20,8 Prozent auf 2,0 Mrd. S. Auch in den anderen CEE-Ländern - Tschechien, Polen, Slowenien, Slowakei und Rumänien - erreichten die Generali-Unternehmen durchwegs Zuwachsraten von mehr als 20 Prozent.

CEE-Staaten als Wachstumsmotor

Besonders bemerkenswert sei der Start der österreichischen Konzerngesellschaften in eine neue Wachstumsphase, so Konzern-Chef Dietrich Karner. Die Gesellschaften in den CEE-Staaten fungierten aber weiterhin als starker Wachstumsmotor der gesamten Gruppe.

Prämienzuwächse konnte die Generali-Gruppe in allen Sparten erzielen. In der Lebensversicherung gab es Plus von 9,5 Prozent auf 5,2 Mrd. S, in Schaden/Unfall von 9,1 Prozent auf 10,9 Mrd. S und in der Krankenversicherung einen Anstieg von 6,2 Prozent.

Erholung in der Kfz-Sparte

Bei der Prämienentwicklung in der Schaden/Unfallversicherung mache sich vor allem die Erholung in den Kfz-Sparten bemerkbar: Die Kfz-Haftpflichtversicherung wuchs um 6,9 Prozent auf 3,2 Mrd. S. Die sonstigen Kfz-Versicherungen, vor allem die Kaskosparte, wiesen ein Prämienplus von 14,0 Prozent auf 2,2 Mrd. S auf.

Bei den Kapitalanlagen, die im ersten Halbjahr konsolidiert mit 111,7 Mrd. S um 2,6 Prozent über dem Wert von Jahresende 2000 lagen, gab es Umstrukturierungen im Anlageportfolio. Die Position "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" wurde um 3,0 Mrd. S auf 22 Mrd. S aufgestockt. Zurückzuführen sei dies vor allem auf eine weitere Dotierung konzerneigener Spezialfonds.

Die Zahl der Mitarbeiter lag im Konzern Ende Juni 2001 bei 11.077 Beschäftigten, das ist ein Minus von 1,7 Prozent. (APA)

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