Bermudashorts im Büro als Entlassungsgrund

31. August 2001, 17:07
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Gericht bestätigt Firmen-Entscheidung - Sexismus inklusive

Rouen - Ein Franzose, der wegen des Tragens von Bermudashorts am Arbeitsplatz entlassen wurde, ist mit einer Klage gegen seinen früheren Arbeitgeber gescheitert. Ein Arbeitsgericht im nordfranzösischen Rouen wies die Klage des 28-jährigen Informatikers Cedric Monribot auf Wiedereinstellung am Donnertag zurück.

Monribot war im Juni von der High-Tech-Firma Sagem entlassen worden, weil er trotz mehrfacher Ermahnungen in Bermudashorts zur Arbeit kam. Er habe während einer Hitzewelle Ende Mai Shorts mit Gürtel, Hemd und leichte Schuhe getragen, sagte Monribot. Damit sei er "korrekt" gekleidet gewesen. Die Firmenleitung bestand hingegen bemerkenswerterweise darauf, Shorts seien nur für Frauen zulässig. Angesichts seiner herausgehobenen Position müsse Monribot auf das Image von Sagem achten.

Verübelt wurde dem Informatiker vor allem, dass er sein sommerliches Outfit auch nach mehrmaligen Ermahnungen nicht änderte. Damit habe er "die betriebliche Hierarchie unglaubwürdig" gemacht. Monribot hielt den Firmenchefs eine "völlig veraltete" Personalführung vor. "Auch wenn Sagem High-Tech-Produkte herstellt, ist das Unternehmen im Kopf alt", sagte er. Am Arbeitsplatz sei es wichtig, sich "in seinem Körper wohl zu fühlen". (APA)

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