Defekter Heizlüfter als Auslöser der Kaprun-Katastrophe

31. August 2001, 12:21
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These eines kolportierten Experten- Gutachtens

Wien - Ein defekter und nicht für den Einbau in der Unglücksbahn zugelassener Heizlüfter soll die Brandkatastrophe am Kitzsteinhorn ausgelöst haben, berichtet die "Neue Kronen Zeitung" unter Berufung auf deutsche Gutachter. Der Inhalt der Expertisen wird am Salzburger Landesgericht nächste Woche Donnerstag bekannt gegeben.

Der Lüfter hätte in dieser Bahn gar nicht verwendet werden dürfen und sei auch von der Betreiberfirma, der Kaprun AG, so nicht bestellt worden, heißt es in dem Artikel. Nachdem der Ventilator ausgefallen war, habe das Gerät überhitzt. Als das Gerät Feuer fing, sei auch eine Kunststoff-Zuleitung der Hydrauliksystems in Brand geraten.

Verantwortung

Eine Versuchsreihe in einem deutschen Spezialinstitut habe laut "Krone" gezeigt, dass brennendes Hydrauliköl mit einem Druck von 190 bar in den Führerstand geschossen sei. Dadurch wären auch andere Systeme wie der Mechanismus zur Türöffnung ausgefallen, die Passagiere wären in der Falle gesessen.

Fehler bei Wartung oder Betrieb sollen nicht vorgelegen sein, so der Zeitungsartikel. Wer für den Einbau des falschen Lüfters letztendlich verantwortlich zu machen sei, das werde noch ein jahrelanger Rechtsstreit werden. (APA)

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