Bukarest will illegal in den Westen gereiste Rumänen bestrafen

30. August 2001, 17:19
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Premier Nastase: "Mitbürger zur Verantwortung ziehen, die die Interessen von Millionen Rumänen aufs Spiel setzen"

Bukarest - Die rumänische Regierung will künftig Landsleute bestrafen, die illegal ins westliche Ausland gereist sind und zurückgeschickt wurden. Ministerpräsident Adrian Nastase kündigte nach Angaben der amtlichen rumänischen Nachrichtenagentur Rompres an, die Reisefreiheit für diese Staatsbürger künftig einschränken zu wollen. Rumänien ist das einzige Land unter den Aufnahmekandidaten für die Europäische Union (EU), dessen Bürger für Reisen nach Westeuropa ein Visum brauchen.

Nastase reagierte mit seiner Ankündigung auf einen Beschluss der tschechischen Regierung, für Rumänen die Visumpflicht einzuführen. Die rumänische Regierung erwäge, illegale Grenzgänger aus Rumänien mit Einschränkungen beim Gebrauch ihres Reisepasses zu bestrafen. "Wir müssen Mitbürger zur Verantwortung ziehen, die die Interessen von Millionen Rumänen aufs Spiel setzen, die visumfrei reisen wollen", sagte Nastase. (APA/dpa)

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    Adrian Nastase

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