Euro- Sicherheitsmerkmale

30. August 2001, 17:06
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Alle Banknoten sind in leuchtenden Farben gehalten

Frankfurt/Main - "Sehen, Fühlen, Kippen" ist das Motto für die 300 Millionen Bürger in den zwölf Euro-Staaten, wenn sie spätestens am 1. Jänner 2002 erstmals die neue Währung in Händen halten. Die Sicherheitsmerkmale der Fünf-, Zehn- und Zwanzig-Euroscheine kann man sehen, fühlen und durch Kippen des Geldscheines erkennen.

Sehen: Im Gegenlicht sind auf den Banknoten Wasserzeichen zu sehen, die das jeweilige Architekturmotiv des Geldscheines zeigen und außerdem seinen Wert angeben. Ebenfalls im Gegenlicht ist eine dunkle Linie in der Mitte der Banknote erkennbar - der Sicherheitsfaden.

Fühlen: Die Euro-Banknoten werden auf Papier aus reiner Baumwolle gedruckt, das sich spürbar von normalem Papier unterscheidet. Durch die Verwendung einer speziellen Drucktechnik - dem so genannten Stichtiefdruck - sind einige Bildelemente auf der Vorderseite der Banknoten ertastbar.

Kippen: Beim Kippen der Banknote erscheinen auf einem silbrigen Streifen, je nach Betrachtungswinkel, das Euro-Symbol oder die jeweilige Wertzahl der Banknote als Hologramm. Beim Kippen der Banknote wird auch ein gelb- bis goldfarbener Streifen sichtbar, in dem das Euro-Symbol und die jeweilige Wertzahl zu erkennen sind

Die Sicherheitsmerkmale auf den 50-, 100-, 200- und 500-Euro-Banknoten unterscheiden sich in zwei Bereichen von den anderen Geldscheinen. Während das Fühlen und Sehen identisch ist, gibt es die Unterschiede, wenn der Geldschein gekippt wird. Hier erscheint in einem Spezialfolienelement ein Hologramm, das je nach Betrachtungswinkel das jeweilige Architekturmotiv oder die Wertzahl zeigt. Außerdem wechselt beim Kippen der Banknote die Farbe der großen Wertzahl rechts unten von Purpurrot zu Olivgrün oder Braun.

Leuchtende Farben

Alle sieben Euro-Banknoten, die vom Österreicher Robert Kalina entworfen wurden, sind in leuchtenden Farben gehalten und zeigen Bilder von Fenstern, Toren und Brücken sowie eine Landkarte von Europa, die europäische Flagge und eine Unterschrift des EZB-Präsidenten. Je höher der Nennwert, desto größer die Banknote. Die Bezeichnung der Währung erfolgt in lateinischer und griechischer Sprache. Die Abkürzungen der Europäischen Zentralbank steht zudem in fünf Varianten - BCE, ECB, EZB, EKT, EKP - auf den Scheinen.

  • Der Fünf-Euro-Schein ist grau und 120 mal 62 Millimeter groß. Die dargestellten Gebäude auf der Vor- und Rückseite entsprechen dem Baustil der Klassik.

  • Der Zehn-Euro-Schein ist rot und hat das Format 127 mal 67 Millimeter. Die Gebäude - ein Tor und eine Brücke - sind dem Baustil der Romantik nachempfunden.

  • Der 20-Euro-Schein ist blau und 133 mal 72 Millimeter groß. Die Gebäude sind im Stil der Gotik gehalten.

  • Der 50-Euro-Schein ist orange und 140 mal 77 Millimeter groß. Die Gebäude entsprechen dem Baustil der Renaissance.

  • Der 100-Euro-Schein ist grün und 147 mal 82 Millimeter groß. Die Gebäude entsprechen dem Barock und Rokoko.

  • Der 200-Euro-Schein ist ockerfarben und 153 mal 82 Millimeter groß. Der Baustil der Gebäude ist Eisen- und Glasarchitektur.

  • Der 500-Euro-Schein ist lila und 160 mal 82 Millimeter groß. Auf ihm sind Gebäude der modernen Architektur des 20. Jahrhunderts abgebildet. (APA/AP)
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