Gespräche zwischen Regierung und Rebellen in Nepal

30. August 2001, 16:54
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Beide Seiten wollen Differenzen friedlich lösen

Godhavari/Nepal - Maoistische Rebellen in Nepal haben am Donnerstag erstmals mit ranghohen Regierungsvertretern über eine Beendigung ihres seit fünfeinhalb Jahren andauernden Aufstands gesprochen. In einer am Gesprächsort Godhavari bei Kathmandu veröffentlichten gemeinsamen Erklärung hieß es, beide Seiten wollten ihre Differenzen friedlich lösen. Regierung und Rebellen vereinbarten ein neues Treffen binnen zwei Wochen, ein genauer Termin wurde jedoch nicht festgelegt.

Die maoistischen Rebellen kämpfen gegen die konstitutionelle Monarchie in Nepal und wollen den Himalaya-Staat in eine Republik umwandeln. In mindestens sechs der 75 Distrikte Nepals führen sie eine parallele Regierung, in beinahe allen anderen haben sie zumindest Einfluss. Ihr Führer ist der 47 Jahre alte Pushpa Kamal Dahal, der sich Prachanda nennt, was übersetzt "der Grimmige" heißt. Seit Beginn des Aufstands im Jahr 1996 wurden mehr als 1.700 Menschen getötet.

Ministerpräsident Sher Bahadur Deuba rief im Juli eine Waffenruhe bei Polizeieinsätzen gegen die Rebellen aus und lud diese zu Gesprächen ein. Die Untergrundkämpfer reagierten darauf mit einer Einstellung ihrer Angriffe auf Polizisten. (APA/AP)

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