Handywechsel kann teuer werden

30. August 2001, 14:56
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VKI kritisier unnötige Nebenkosten - Handytest: Starke Schwankungen bei Betriebsdauer

Wien - Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) kritisiert unnötige Nebenkosten beim Handywechsel. Ein neues Handy sei zwar in vielen Fällen ganz billig oder sogar "gratis", das Zubehör des alten Handys ist jedoch meist nicht mehr verwendbar. Bei der Neuanschaffung heiße es Abschied nehmen von sämtlichem noch völlig intaktem Zubehör des alten Handys: von Akku und Ladegerät über den bunten Wechselcover bis hin zur Freisprechanlage im Auto, so der VKI in der September-Ausgabe des "Konsument".

Ärgerlich ist laut VKI aber vor allem, dass man dem Handywechsel in der Regel kaum entgehen kann: Eine Handy-Neuanschaffung sei unausweichlich, da die maximale Lebensdauer eines Handys nur zwei bis drei Jahre betrage. Danach gebe der Akku seinen Geist auf. Einen Ersatz zu finden sei nahezu ein Ding der Unmöglichkeit, so die Konsumentenschützer.

Modelle auf dem Prüfstand

In seiner Zeitung hat der VKI im Rahmen einer europaweiten Kooperation die aktuellen Handy-Modelle auf den Prüfstand gestellt. Was die Technik anbelange, gibt es demnach nur noch geringe Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen. Allgemein hätten sich die Ergebnisse in punkto Empfindlichkeit gegenüber früheren Tests etwas verschlechtert. Das gelte vor allem für den Verbindungsaufbau. Keines der getesteten Geräte verfüge mehr über eine ausziehbare Antenne, so der VKI. Am besten schneidet der Testsieger, das Ericsson T29s, bei der Übertragungsqualität ab.

Unterschiede gibt es auch bei der Betriebsdauer des Akkus. Das Ericsson T20e bietet über 73 Gesprächszyklen. Bei etwa 10 Betriebsstunden täglich genügt es in diesem Fall, das Handy einmal pro Woche aufzuladen. Das Test-Schlusslicht, Motorola V 100, hat mit 34 Zyklen die geringste Ausdauer. Laut Handyanbieter gelüste es die Konsumenten alle eineinhalb Jahre nach einem Modell-Wechsel. (APA)

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