Darbo meldet halbierte Ergebnisse

30. August 2001, 14:53
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Wegen Marketingkosten und erhöhten Obstpreisen - Eigentumsverhältnisse geändert

Innsbruck - Der börsennotierte Tiroler Marmeladen- und Honighersteller Darbo AG mit Sitz in Stans musste im ersten Halbjahr 2001 eine Halbierung des Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 15,1 Mill. S (1,097 Mill. Euro) (2000) auf 7,2 Mill. S hinnehmen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Neuerdings halte die Stanser St. Ambrosius Verwaltungs- und Beteiligungs AG nun 50,45 Prozent und die Schweizer Hero AG 36,38 Prozent des stimmberechtigten Stammkapitals.

Verantwortlich für das gesunkene EGT seien neben Wertberichtigungen der in Aktienfonds veranlagten Liquidität auch erhöhte Marketingaufwendungen für das neu am Markt eingeführte "Fruchtfrühstück" und erhöhte Obstpreise, erklärte Vorstandsvorsitzender Klaus Darbo. Wegen der bevorstehenden Euro-Einführung sei es erst im ersten Quartal des kommenden Jahres möglich, die gestiegenen Obstpreise auf die Verbraucherpreise umzuwälzen. "Das heurige Umsatzziel", eine erstmalige Überschreitung der 800-Mill. S-Marke, wertete Darbo erneut als "sehr realistisch".

Inlandsabsatz gestiegen

Eine positive Entwicklung konnte das Unternehmen beim Inlandsabsatz verbuchen, das heuer im ersten Halbjahr um 2,1 Prozent anstieg. Dies sei auf eine positive Entwicklung des Inlandsabsatzes von Konfitüren zurückzuführen.

Der Umsatz des nach eigenen Angaben führenden heimischen Marmeladen- und Honigherstellers stiegt im ersten Halbjahr 2001 auf 391,2 Mill. S (2000: 383,3 Mill. S). Der gesamtösterreichische Verbrauch von Konfitüren nahm bis Juni um 9,2 Prozent zu, bei Darbo stieg er um 13 Prozent. Dieser Anstieg habe "leichte Rückgänge in anderen Produktgruppen sowie im Export" (minus 3,9 Prozent infolge geringerer Ausfuhren von Fruchtzubereitungen nach Russland) wieder ausgleichen können, erklärte das Unternehmen.

Schwartau International Ges.m.b.H. (Jahresumsatz 2000: 21 Mrd. S) hat die in ihrem Besitz befindlichen Darbo-Aktien ihrer Tochtergesellschaft Hero AG in Lenzburg (Schweiz) übertragen. Bei der Hero AG sind nun sämtliche Auslandsaktivitäten des Schwartau-Konzerns gebündelt. (APA)

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