Russland setzt sich für weitere Verhandlungen mit USA über Raketenabwehr ein

30. August 2001, 14:15
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Verteidigungsminister Sergejw: "Konsultationen lohnen sich"

Moskau - Ungeachtet des von Präsident George W. Bush angekündigten Ausstiegs der USA aus dem ABM-Vertrag über eine Begrenzung der Raketenabwehr will Russland weiter über strategische Stabilität verhandeln. "Ich bin überzeugt, dass sich weitere Konsultationen zu dieser Problematik lohnen", sagte der russische Verteidigungsminister Sergej Iwanow . "Trotz allem sind derartige Treffen nützlich", ergänzte er.

Bush hatte in der Vorwoche den Ausstieg der USA aus dem 1972 geschlossenen ABM-Abkommen angedroht, wenn Verhandlungen über eine Änderung erfolglos bleiben. Seine Regierung wolle jedoch mit den Alliierten in Europa und mit Russland in der Frage in engem Kontakt bleiben. Iwanow erklärte dazu, dass diese Absichten Moskau "nicht beunruhigen". "Wir sehen dies gelassen, schließlich ist dies (der Austritt aus dem Abkommen) ein souveränes Recht der USA." Er verwies darauf, dass im Vertrag "schwarz auf weiß" stehe, dass jede Seite jederzeit austreten könne. (APA/dpa)

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