Ehrenpräsidentin des Wiener Tierschutzvereines trat zurück

30. August 2001, 14:11
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Fehlende finanzielle Unterstützung und kein einheitliches Tierschutzgesetz

Wien - Lucie Loube, die Präsidentin des Wiener Tierschutzvereines, hat mit sofortiger Wirkung ihre Funktion zurückgelegt. Dies teilte die Organisation heute, Donnerstag, in einer Aussendung mit. Als Grund für diesen Schritt wurden mangelnde finanzielle Unterstützung und das Fehlen eines einheitlichen Tierschutzgesetzes für Österreich genannt.

Laut der Aussendung sei die "Ignoranz" zuständiger Politiker, die bis auf marginale Summen dem Wiener Tierschutzverein keinerlei Unterstützung zukommen lassen, obwohl der Verein gesetzliche Aufgaben der Behörde erledige, einer der Gründe für den Schritt gewesen. Auch die "beharrliche Weigerung" von Bundes- und Landespolitikern, ein einheitliches Tierschutzgesetz zu schaffen, hätte Loube zu dieser Form der Protestes bewogen.

In ihrer langjährigen Amtszeit habe Loube -zigtausenden Tieren das Leben gerettet und den Wiener Tierschutzverein, nicht zuletzt durch das größte Tierschutzhaus Europas, zu neuen Höhen geführt. Loube, zu Ehrenpräsidentin auf Lebenszeit ernannt, werde voraussichtlich aber auch nach ihrem Rücktritt der Tierschutzbewegung zur Verfügung stehen. (APA)

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