Hinter den Kulissen

30. August 2001, 13:49
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Facility-Management steuert, überwacht und sorgt für Sauberkeit

Unsichtbar für die Besucher und Bewohner der Gasometer sorgt im Hintergrund eine ausgeklügelte Haustechnik dafür, dass der gesamte Gebäudekomplex immer gut in Schuss bleibt.

"Erstmals wurden bei einer derart großen Anlage alle Bereiche einem Unternehmen übertragen", meint Rudolf Pfaff, Geschäftsführer von Energiecomfort, einem Unternehmen, das dem Konzern der Wiener Stadtwerke zuzurechnen ist und das im Jahr 2000 rund 195,4 Mio. S (14,1 Mio. EURO) umsetzte. "Wobei sich der Geschäftsbereich Facility Management durch die Umsatzverdoppelungen der letzten zwei Jahre besonders erfreulich entwickelt hat."

Pfaff verweist auch darauf, dass - wie bereits in den Niederlanden oder in Großbritannien - beim Facility Management großer Gebäudeanlagen seit kurzer Zeit ein Trend zu beobachten ist: "Die Betreiber beauftragen nicht mehr ausschließlich Billigstbieter, sondern sie sind bereit, mehr in die Qualität dieser Dienstleistungen zu investieren".

Rund um die Uhr

Drei bis vier Mitarbeiter überwachen rund um die Uhr die technischen Anlagen wie Brandschutz, eine eventuell notwendige Notstromversorgung sowie die Kühlung des Komplexes. Zwei Becken mit jeweils 60.000 Liter Wasser, die während der Nachtstunden auf minus sechs Grad abgekühlt werden, sorgen dafür, dass den Besuchern der Shoppingmall und der Veranstaltungshalle nicht zu heiß wird. "Diese Bereiche müssen in Spitzenzeiten stündlich mit rund 128.000 Kubikmeter gekühlter Frischluft versorgt werden", erklärt Peter Langer, Team- und Projektleiter des Anlagen- und Gebäudetechnikunternehmens Sulzer, das sowohl die Feuerschutz-Installationen vorgenommen wie auch die Kühl- und Belüftungsanlage errichtet hat. Die Zulieferung von Wärme besorgt die Fernwärme Wien.

Reinigungs- und Bewachungsdienste kauft die Energiecomfort von anderen Unternehmen zu, doch "wir achten darauf, dass ein einheitliches Erscheinungsbild gewahrt bleibt. Deshalb erledigt die Wachmannschaft ihre Arbeit in unseren Uniformen", erklärt Pfaff.

Genug zu tun

Im Gasometer B können die Wohnungsmieter auch auf die Dienste eines klassischen Hausmeisterehepaares zurückgreifen. "Rund fünf Tage, also die gesamte Arbeitswoche, benötigen wir, um alle Reinigungsaufgaben in ,unserem Gasometer' über die Runden zu bringen", erzählt Manuela Zwarel, die genauso wie ihr Mann Christian mit dem neuen Job und seinen Anforderungen sowie mit der damit verbundenen neuen Dienstwohnung äußerst zufrieden ist. (Manfred Lechner, DER STANDARD Print-Ausgabe 30.August 2001)

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