Bestes Einspielergebnis

30. August 2001, 13:44
posten

Auslastung über 90 Prozent

Salzburg - "Bestes Einspielergebnis und einzigartige künstlerische Erfolge" - das ist die Bilanz der Salzburger Festspiele 2001. An 42 Spieltagen und 13 Spielstätten erwirtschaftete das Festival in 187 Aufführungen aus Kartenerlösen die Summe von 308,3 Millionen Schilling (22,4 Mill. Euro). "Mit 1996 ist dies das beste Einspielergebnis der Salzburger Festspiele und bedeutet eine Deckung von 50 Prozent des Gesamtbudgets. 227.500 Besucher ergaben eine Gesamtauslastung von 94,3 Prozent. Diese Zahlen der letzten Saison von Gerard Mortier und Hans Landesmann "sprechen eine überaus deutliche Sprache für den Erfolg dieser letzten Festspiele der beiden Direktoren", betonten die Festspiele.

Zu den Kartenerlösen kämen weiters 52 Millionen Schilling von Sponsoren, Mäzenen und Förderern. Aus Koproduktionen, TV- und Hörfunkrechten, Gestellung von Personal und dem Verkauf der Programme erhielten die Festspiele zusätzliche 70 Millionen Schilling. "All dies läßt die einzigartige und weltweit unerreichte Eigenwirtschaftlichkeit von 74 Prozent zustande kommen", heißt es seitens der Festspiele.

Widerhall

"Die außergewöhnliche und risikobereite Programmierung sowie die damit verbundene geistige Herausforderung nahmen Publikum und Medienvertreter mit außerordentlichem Enthusiasmus und großen Emotionen an und fanden weltweit Widerhall", so die Festspiele in ihrer künstlerischen Bilanz: "Singuläre Reaktionen riefen zwei der bekanntesten Werke in neuer Lesart hervor: Mozarts 'Le Nozze di Figaro' in der Inszenierung von Christoph Marthaler und 'Die Fledermaus' von Johann Strauß in der Regie von Hans Neuenfels. Ungewohnte Denkansätze zeigte im Schauspiel der Katalane Calixto Bieito in Shakespeares 'Macbeth' auf der Pernerinsel. Christoph Ransmayr stellte im Landestheater sein erstes Theaterstück vor. Die großartige Kirsten Dene war 'Die Unsichtbare' in dieser akklamierten Uraufführung in der Regie von Claus Peymann. Gernot Friedl zeigte nach genau 18 Jahren am 28. August zum letzten Mal seine Version des Traditionsstücks "Jedermann" auf dem Domplatz. Die Reihe 'Dichter zu Gast' zeigte sich auch im vierten Jahr mit drei ungarischen Zeitgenossen spannend und vielseitig", so die Festspiele.

Als "Marksteinen im Konzertprogramm" zählten für die Festspiele die amerikanischen Lyrik-Vertonungen des von Thomas Hampson erstellten "Hampson Project" an vier Abenden, die "Hommage à Alfred Brendel", eine Reihe von sieben Konzerten, die den einzigartigen österreichischen Pianisten in den Mittelpunkt stellte. Die von Landesmann neu erschaffene Serie unter dem Titel "Erzählte Musik" mit den Werken "Jeanne d'Arc au bucher" von Arthur Honegger und Edvard Griegs "Peer Gynt" sowie Bartoks "Herzog Blaubarts Burg" "begeisterten die Festspielgäste mund Medienvertreter aus aller Welt. Faszinierende Musikereignisse gab es naturgemäß in den Konzerten der Wiener Philharmoniker".

Von insgesamt 3.530 Beschäftigen während des Sommers waren 189 Festangestellte sowie 727 Personen im technischen, administrativen Bereich und im Publikumsdienst, "2.388 Künstler trugen zum weltweiten Ansehen dieser Festspiele 2001 bei", heißt es abschliessend.

(APA)

Share if you care.