Kaschmir: Anschläge auf nicht- verhüllte Frauen

30. August 2001, 15:31
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Militante Gruppe fordert islamische Kleiderordnung ein

Die wenig bekannte militante Gruppe Lashkar-e-Jabar fordert ein striktes Verhüllen der muslimischen Frauen in Kaschmir ab 1. September. Tausende Frauen in Kaschmir beginnen nun sich nach der islamischen Kleiderordnung zu richten, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Angst geht um in Kaschmir, denn niemand weiß genau, was passieren könnte, widersetzt sich frau den Forderungen der militanten Gruppe Lashkar-e-Jabar, die die Verordnung eingeführt hat. Kaschmir ist die einzige Region Indiens mit einer Mehrheit an MuslimInnen.

Anschläge gegen Frauen

Auch vor dem Ausruf der neuen Kleidervorschrift gab es bereits Anschläge gegen Frauen, die sich anders als gefordert kleideten. So wurden zwei Frauen, die sich der Kleiderordnung widersetzten von der militanten Gruppe Lashkar-e-Jabar mit Säure übergossen. Frauen in westlicher Kleidung wurden mit Farbe angesprüht, anderen wurde sogar in die Beine geschossen.

"Mich macht es traurig, dass Männer darüber schweigen. Wenn auch immer sie in Schwierigkeiten sind, helfen ihnen Frauen. Wenn Männer verhaftet werden, gehen wir Frauen auf die Straße und protestieren. Wenn sie sterben, trauern wir um sie," sagt Studentin Uzra Farooq. (red)

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