UTA bastelt am Breitbandparadies

30. August 2001, 18:59
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UTA-Vorstände Romed Karre und Johannes Schwertner suchen Handypartner

Wien - Trotz gedämpfter Stimmung am Telekommarkt will UTA, die Telefonfirma von Swisscom (45,5 Prozent), Landesenergieversorgern (45,5 Prozent) und Raiffeisen (zehn Prozent), heuer die angestrebte Halbierung ihrer Verluste bewerkstelligen. Der Konzernumsatz stieg (inklusive Netway) um 58,6 Prozent auf 111,7 Millionen Euro (1,56 Milliarden Schilling), gab UTA-Vorstand Johannes Schwertner am Donnerstag in einer Pressekonferenz bekannt.

Kosteneinsparungsprogramm

Mit dem bereits eingeleiteten Kosteneinsparungsprogramm, bei dem nicht nur 70 Mitarbeiter abgebaut, sondern auch Synergiepotenziale mit der im Vorjahr erworbenen E-Business-Tochter Netway gehoben werden. Damit sollte sich der Verlust von 40 Prozent (im Vorjahr) auf 20 Prozent des Umsatzes minimieren lassen. Im zweiten Halbjahr soll der Umsatz auf 128,3 Mio. EURO steigen, übers Jahr gerechnet seien die vor zwei Monaten genannten 3,5 Mrd. S sehr realistisch.

Forciert werden sollen dazu das IT-Lösungs- und Beratungsgeschäft bei Großkunden, die Entbündelung (Direktanschluss) im Segment Klein- und Mittelbetriebe (KMUs) und das Internet für die Privatkunden. Für Letztere soll anlässlich der Ifabo im September ein wahres Breitbandparadies eröffnet werden.

Partnersuche

Was die UTA dringend braucht, ist allerdings ein Handybetreiber, mit dem UTA-branded Mobilfunkangebote für alle Sparten geschnürt werden können. Derzeit gibt es nur eine Großkundenkooperation mit One, die sehr erfolgreich sei und fortgeführt wird, betonte UTA-Vorstand Romed Karré. Ein Handypartner soll bis Jahresende präsentiert werden, Gespräche würden mit allen Betreibern gesucht.

Bei Mastenbau und Leitungsnutzung dürfte man bereits weiter fortgeschritten sein, denn die UTA will möglichst viel Telefonverkehr ihr Backbone leiten. Auch beim Aufbau der sechs neuen UMTS-Netze biete die UTA ihr Netz an. Die Hochspannungsmasten der Stromerzeuger seien "ideal geeignet als Antennenstandorte", so Karré. (ung, DER STANDARD, Printausgabe 31.8.2001)

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