Wien: Jede zweite AHS verhindert mehrtägige Schulveranstaltungen

30. August 2001, 15:27
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Probleme durch Schülerfreifahrts- und Schulbuchaktions-Boykott

Wien - In Wien dürfte der Boykott von mehrtägigen Schulveranstaltungen an allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) doch nicht so flächendeckend ausfallen wie ursprünglich angenommen. Wie aus einer Erhebung des Wiener AHS-Direktorenverbandes unter allen Wiener AHS (Rücklaufquote 91 Prozent) hervorgeht, werden von rund der Hälfte der Schulen Sportwochen, Projektwochen oder Auslandsaufenthalte boykottiert. Ursprünglich hieß es, dass sich 75 Prozent dieser Protestform anschließen würden.

Wie der zweite Vorsitzende des Wiener Direktorenvereins, Alf Mathuber, am Donnerstag mitteilte, sollen in etwa einem Viertel der Wiener AHS auch eintägige Schulveranstaltungen nicht stattfinden. An zwei Drittel der AHS soll die Administration der Schülerfreifahrt, an einem Drittel die Administration der Schulbuchaktion boykottiert werden.

Diese beiden letztgenannten Maßnahmen bedeuten voraussichtlich eine deutliche Mehrbelastung für die Eltern und Schüler. War es bisher etwa so, dass Freifahrtsausweise gesammelt beantragt und abgeholt wurden, könnten sich Eltern oder Schüler schon bald selbst dafür anstellen müssen. Auch bei der Schulbuchaktion könnte es durch den Boykott zu einigen Schwierigkeiten und da und dort zu Verspätungen bei der Auslieferung kommen. "Dass das Schulklima darunter leidet", ist für Mathuber klar. (APA)

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