59 Prozent der Österreicherinnen mögen ihre Naturhaarfarbe nicht

30. August 2001, 11:00
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Gefärbt wird ab 15 - bevorzugt in den eigenen vier Wänden

Wien/München - Weizenblond, Kakaobraun, Granatrot oder Blauschwarz - die Österreicherinnen ziehen ausdrucksstarke Farben auf ihren Köpfen einem eintönigen Mausgrau vor: Gut 59 Prozent der Frauen ab 15 Jahren helfen Mutter Natur mit Colorationen oder Tönungen nach, hat eine repräsentative Umfrage ergeben. Ein Markt mit Potenzial: Im vergangenen Jahr wurden 640 Millionen Schilling für Haarfärbemittel ausgegeben. Für heuer wird eine Steigerung auf rund 670 Millionen erwartet.

56 Prozent für "do it yourself"- Methode

56 Prozent aller Frauen, die sich die Haare färben oder tönen, setzen laut Andrea Mislik, Leiterin der Marketingabteilung des Herstellers Schwarzkopf & Henkel, auf "do it yourself" vor dem Badezimmerspiegel. Vor allem die jüngere Generation traut sich eigenhändig. Ausschließlich auf die Künste des Friseurs verlassen sich 34 Prozent, sagte die Expertin auf APA-Anfrage. Das seien besonders die über 40-Jährigen. Wechselweise zu Hause und im Coiffeursalon färben zehn Prozent.

Modisch und graues Haar verdecken

Mislik kennt zwei Hauptmotivationen, die die Österreicherinnen dazu veranlassen, die Farbe zu wechseln: der Wunsch nach modischer Veränderung und die Abdeckung grauer Haare. Am fleißigsten - einmal pro Monat - färben viele der ganz Jungen (15- bis 20-Jährige), die "immer wieder anders und poppig aussehen möchten", so die Marketingfachfrau. Generell gaben bei einer aktuellen Befragung durch Fessel-GfK 21 Prozent an, mindestens im Monatsrhythmus für Farbe zu sorgen. Alle zwei Monate greifen 28 Prozent zur Coloration, alle drei Monate 22 Prozent. Seltener - das sind laut Mislik eher Frauen von 30 aufwärts, die gegen graue Haare ankämpfen - colorieren 29 Prozent.

Blond im Trend

Seit eh und je am meisten gefragt sind Blondschattierungen. Der starke Trend zu Rotschöpfen der vergangenen Jahren "ist jetzt gestoppt", so Mislik.

Naturhaarfarbe

Das Marktpotenzial scheint in Österreich nach großen Zuwachsraten langsam ausgeschöpft. Bei der jüngsten Erhebung gaben lediglich acht bis zehn Prozent der Befragten mit Naturhaarfarbe an, sich vorstellen zu können, irgendwann doch zu wechseln. "Das sind beispielsweise junge Frauen, die später einmal eventuell graue Haare abdecken möchten", so die Marketingexpertin.

(APA)

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