Ersten deutsche Soldaten in Mazedonien eingetroffen

30. August 2001, 08:13
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Einsatz soll innerhalb von 48 Stunden beginnen

Berlin - Der deutsche Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) wird nach offiziellen Angaben am Donnerstag gemeinsam mit dem Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, nach Mazedonien reisen. In einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums am Mittwochabend hieß es weiter, Scharping und Kujat würden in der mazedonischen Hauptstadt Skopje und in der überwiegend von Albanern bewohnten Stadt Tetovo die ersten deutschen Einsatzkräfte besuchen und sich einen persönlichen Eindruck von der Lage verschaffen. Ein mit dem mazedonischen Verteidigungsminister vereinbarter Besuch Scharpings sei für den 6. und 7. September vorgesehen.

Einsatz soll innerhalb von 48 Stunden beginnen

Die ersten deutschen Soldaten, die sich am NATO-Einsatz in Mazedonien beteiligen sollen, waren nach der Zustimmung des deutschen Bundestags zu ihrer Entsendung am Mittwochabend in zwei Transportflugzeugen in Mazedonien eingetroffen. In der ARD-Sendung "Tagesthemen" erklärte Scharping am Abend, wahrscheinlich würden die deutschen Soldaten bereits innerhalb von 48 Stunden zum Einsatz kommen. Sie sollen die bereits in Mazedonien aktiven NATO-Soldaten anderer Länder beim Einsammeln der Waffen der albanischen Rebellen unterstützen. Der genaue Zeitpunkt ihres Einsatzbeginns hänge allerdings noch von der Blockade-Lage auf der Zufahrtsstraße vom Kosovo nach Mazedonien ab, sagte Scharping.

Waffenvernichtung

Ein Teil der Bundeswehrsoldaten soll aus der südserbischen Provinz Kosovo, wo die KFOR den Frieden sichert, nach Mazedonien verlegt werden. Auf die deutschen Soldaten komme die Aufgabe zu, ihre NATO-Kameraden zu schützen und den Transport der von der NATO eingesammelten Waffen nach Griechenland zu sichern, wo die Waffen dann vernichtet werden sollen. (APA/Reuters)

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