Buschfeuer in Kalifornien: Feuersituation hat sich etwas beruhigt

31. August 2001, 08:49
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Menschen kehren wieder in ihre Häuser zurück- 93.000 Hektar Land stehen noch in Flammen

San Francisco - Die Lage in dem von einem Buschfeuer bedrohten Ort Weaverville im Norden Kaliforniens hat sich wieder beruhigt. Die meisten Menschen aus der 3.000-Einwohner-Gemeinde durften nach Hause zurückkehren, berichtete der Fernsehsender CNN am Donnerstag. Neun Häuser und 800 Hektar Land waren bei dem Feuer zerstört worden.

Evakuierung

Am Dienstag hatte die Feuerwehr eine weitgehende Evakuierung der Gemeinde angeordnet. Die meisten Menschen suchten in Notunterkünften, in ihren Fahrzeugen oder bei Freunden Zuflucht. In dieser Zeit glich das historische Bergarbeiterdorf rund 300 Kilometer nördlich von San Francisco einer Geisterstadt. 1.200 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die rund 500 unmittelbar bedrohten Häuser zu schützen.

Zwei Piloten bei Brandbekämpfung gestorben

Unterdessen muss sich ein 50 Jahre alter Mann, der ein anderes Feuer in Nordkalifornien verursacht haben soll, wegen zweifachen Totschlags und illegaler Drogenherstellung vor Gericht verantworten. Bei der Bekämpfung des Brandes waren zwei Piloten ums Leben gekommen, als ihre Löschflugzeuge zusammenstießen. In der Nähe des Brandherdes fand die Polizei Hinweise auf ein Drogenlabor. Wie es hieß, sei der Tatverdächtige möglicherweise Mitglied der Motorrad-Gang "Hells Angels". Ein 43-jähriger Mann steht ebenfalls unter Verdacht, das Feuer mitverursacht zu haben.

Noch 93.000 Hektar Land in Flammen

Nach Angaben der Brandbekämpfungszentrale in Boise (Idaho) standen am Mittwoch im Westen der USA insgesamt noch 93.000 Hektar Land in Flammen. Über 20.000 Feuerwehrleute kämpfen derzeit gegen 27 Großbrände an. (APA/dpa)

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