Internationaler Boden-Kongress in Wien widmet sich einer "vergessenen Ressource"

30. August 2001, 00:02
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Wien - Von 1. bis 9. September findet in Wien der bisher größte bodenkundliche Kongress in Österreich statt. Das Motto "Bodenschutz in einem vereinten Europa" ist Anlass für rund 300 internationale Vorträge rund um das Thema "vergessene Ressource" Boden. Veranstalter sind die Österreichische Bodenkundliche Gesellschaft (ÖBG) und die Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft (DBG). Der Kongress findet an der Technischen Universität Wien statt.

Neben Themenbereichen wie Bodenschutz unter Berücksichtigung von Bodenkunde, Humantoxikologie, Wirtschaft und Politik wird erstmals auch den Heftband "Bodenaufnahmesysteme" der ÖBG präsentiert. In dieser Ausgabe empfehlen Wissenschaftler die Schaffung eines "Österreichischen Boden Netzwerkes", um bereits vorhandene bodenkundliche Datenbestände zu digitalisieren, zu verknüpfen und einem breiten Anwenderkreis zur Verfügung zu stellen.

Teilnehmer des Kongresses ist neben führenden Wissenschaftlern auch das Umweltbundesamt, das das österreichweite Bodeninformationssystem BORIS präsentiert. BORIS ermöglicht Usern das Abrufen von Standortsdaten und auf Metaebene Bodendaten von über 10.000 Standorten in Österreich. Das Forschungszentrum Seibersdorf behandelt die Computermodellierung von Bodenbestandteilen und das Verhalten von Schadstoffen im Boden und dessen Beeinflussbarkeit.(pte)

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