Antirassismus

29. August 2001, 20:22
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In Simbabwe lässt der alte Diktator Robert Mugabe seine Schlägerbanden weiße Farmer und ihre schwarzen Arbeiter terrorisieren, vertreiben und manchmal auch umbringen. Anders glaubt Mugabe sich nicht mehr an der Macht halten zu können. Dass er sein von landwirtschaftlichen Exporten wie Tabak abhängiges Land damit in den Ruin treibt, ist dem seit 20 Jahren regierenden Präsidenten, der in letzter Zeit Hexendoktoren und Wahrsagerinnen konsultiert, offenbar gleichgültig. Hier wird ein afrikanischer Staat mit großem wirtschaftlichem Potenzial und einem bisher halbwegs funktionierenden Zusammenleben zwischen der schwarzen Mehrheit und der weißen Minderheit zerstört. Die endgültige ethnische Säuberung aller Weißen ist nach einigen Berichten geplant. Damit wird sich sicherlich die diese Woche beginnende "Anti-Rassimus-Konferenz" im südafrikanischen Durban beschäftigen. Oder? Die afrikanischen Staatsmänner, vor allem aber Thabo Mbeki, der Präsident des benachbarten Südafrika, haben es bisher unterlassen, Mugabe öffentlich zu kritisieren. Hauptthema der Konferenz soll die Gleichsetzung "Zionismus=Rassismus" (und damit die Leugnung des Existenzrechts Israels) sein. (DER STANDARD, Print-Ausgabe vom 30.8.2001)

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