Jugendliche Vorarlberger zündeten Bombe an deutschem Grenzfluss

29. August 2001, 18:12
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Selbst gebastelter Sprengkörper riss Krater in Flusssand

Lindau/Bregenz - Drei junge Vorarlberger haben Dienstag Abend auf der deutschen Seite des Grenzflusses Leiblach eine selbst gebastelte Rohrbombe gezündet. Der "Lausbubenstreich" ging glimpflich aus, wird für das Trio aber Folgen haben: "Das erfüllt den Verbrechenstatbestand des Herbeiführens einer Detonation", erklärte ein Beamter der ermittelnden Polizei in Lindau (Bayern). Es wurde Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Kempten im Allgäu erstattet.

"Die Arbeit selbst war ja nicht schlecht", zollte der Polizist den Burschen aus Hörbranz (Bezirk Bregenz) gewissen Respekt, "aber von der Konstruktion her hätte das fatal enden können." Der selbst gebastelte Sprengkörper hätte auch in den Händen der drei Jugendlichen explodieren können. Die Folgen es Experiments waren beachtlich: Die Bombe aus einem verschraubten Wasserleitungsrohr, Unkraut-Ex und einem Elektrozünder "riss einen Krater von einem Meter Durchmesser und 40 cm Tiefe in den Flusssand", so die Polizei Lindau.

Offenbar sei es dem Trio darum gegangen, mit der Detonation Aufsehen zu erregen. Das ist ihnen auch gelungen, denn Anrainer auf der Vorarlberger Seite der Grenze alarmierten umgehend die Gendarmerie. Da der Tatort auf der deutschen Seite lag, wurden sofort auch die Kollegen in Lindau verständigt. Zeugen hatten beobachtet, wie die drei Burschen durch den Fluss nach Hörbranz wateten. Darauf ging die Hörbranzer Gendarmerie zuerst einmal alle "auffälligen" Buben des Orts durch, auf die die Beschreibung passte, und wurden rasch fündig. (APA)

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