Österreicher produzieren 49 Mill. Tonnen Abfälle im Jahr

30. August 2001, 14:12
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Mülltrennungseifer wesentlich verbessert - Problemstoffe werden schlecht entsorgt

Wien - Im Jahr 1999 fielen in Österreich insgesamt 49 Millionen Tonnen Abfälle an, allein der Bodenaushub machte 20 Mill. Tonnen aus. Das Abfallaufkommen wuchs bei den Haushalten um rund zwölf Prozent auf 3,1 Mill. Tonnen. Gleichzeitig wurden bei der getrennten Erfassung von Papier, Kunststoffen und biogenen Abfällen verbesserte Sammelergebnisse erzielt, die Sammlung von Problemstoffen zeigte hingegen unveränderte Ergebnisse.

Haushaltsmüll

Als Haushaltsmüll gelten Abfälle aus Haushalten, Gewerbe, Industrie, Schulen, Krankenhäusern und der Landwirtschaft, wenn sie an die kommunale Müllabfuhr angeschlossen sind. 1999 fielen 3,1 Mill. t solcher Abfälle an. Der gesamte Anfall hat sich um 321.000 t bzw. um zwölf Prozent erhöht. Von den Haushaltsabfällen wurden 34,3 Prozent als Altstoffe in den Stoffkreislauf zurückgeführt. Die getrennte Sammlung und Verwertung von Altstoffen, Problemstoffen und biogenen Abfällen sowie die Behandlung von Restmüll reduzierte die gesamte Hausmüllmasse um 57 Prozent.

Bodenaushub, Baurestmassen

27,5 Millionen Tonnen machte das Aufkommen an Bodenaushub, Baurestmassen und Baustellenabfällen aus und umfasste somit 57 Prozent des gesamten Abfallaufkommens. 20 Mill. t davon stellt allein der Bodenaushub dar, er wurde aber zu 90 Prozent verwertet. Von den fünf Mill. t Baurestmassen (Bauschutt, Straßenaufbruch, Asbestzement, Asbestzementstäube, Betonabbruch) wurden vier Mill. t verwertet, ein Fünftel gelangte auf Deponien.

Holzabfälle

Das Aufkommen nicht gefährlicher Holzabfälle machte 3,8 Mill. t pro Jahr aus. Die aus der Holz verarbeitenden Industrie und dem Gewerbe stammenden Abfälle werden beinahe vollständig verwertet.

Schlamm aus Abwässern

Abfälle aus Abwasserreinigungsanlagen - großteils Schlamm - machten 2,3 Mill. t pro Jahr aus. 54 Prozent davon kamen aus dem kommunalen Bereich, 46 Prozent aus der Industrie. Mit einer weiteren Zunahme dieser Masse sei zu rechnen, hieß es.

Sonstige nicht gefährliche Abfälle werden mit einer Masse von 4,6 Mill. t pro Jahr angegeben. Dazu zählen etwa Grünschnitt, Straßenkehricht und Schlachtabfälle, die auf Deponien abgelagert werden.

Gefährliche Abfälle

Der Export gefährlicher Abfälle stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf 109.000 t im Jahr 1999 an, das entspricht einem Anteil von zehn Prozent der Gesamtmenge von einer Mill. t (einschließlich Altöl).

Der Import gefährlicher Abfälle ging auf 16.000 Tonnen im Jahr 1999 zurück. Importiert werden vor allem Bleiakkumulatoren sowie Katalysatoren aus Deutschland und Ungarn, die in Österreich verwertet werden. (APA)

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