Miese bei Psion

31. August 2001, 11:11
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Operativer Verlust beträgt 75 Mio. Euro

Der britische Handheld-Hersteller Psion ist in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres in die Verlustzone gerutscht. Der Fehlbetrag belief sich auf 86,9 Mio. Euro. Das entspricht 54,3 Prozent des Halbjahresumsatzes. Im Jahr erwirtschaftete das Unternehmen noch einen Gewinn von rund zwei Mio. Euro. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 6,5 Prozent auf 160,1 Mio. Euro. Da aber auch die Umsatzkosten gestiegen sind, verringerte sich der Bruttogewinn von knapp 47 Mio. Euro auf 37 Mio. Euro. Während das Unternehmen im ersten Halbjahr 2000 operativ noch mit 6,5 Mio. Euro im Plus gelegen ist, fuhr Psion in diesem Jahr einen operativen Verlust von 75 Mio. Euro.

Dies hängt mit dem nahezu verdreifachten operativen Aufwand im Ausmaß von 112 Mio. Euro zusammen. Der Gewinn vor Steuern, Goodwill-Abschreibungen und Sonderposten vom Vorjahr (fünf Mio. Euro) verwandelte sich in einen Verlust von 20,7 Mio. Euro. Mit dem am 11. Juli angekündigten Restrukturierungspaket für 2001 will Psion die Kosten "signifikant reduzieren". Der Reorganisationsaufwand wurde mit 65,4 Mio. Euro veranschlagt. Die Maßnahmen umfassen u.a. die Kündigung von 350 Mitarbeitern. (pte)

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