Dinkhauser: Urabstimmung so "nötig wie ein Kropf"

29. August 2001, 13:08
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Tiroler AK-Chef kritisiert Verzetnitsch: Der ÖGB-Spitze fehlt Kämpferqualität und Mut

Wien - Scharfe Kritik am ÖGB übt der Tiroler AK-Chef Fritz Dinkhauser in "News". Die Urabstimmung sei "nötig wie ein Kropf". Der Gewerkschafts-Spitze "fehlt die Kämpferqualität und der Mut zum Risiko", wirft Dinkhauser ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch vor.

"Der ÖGB muss endlich wieder eine Kampforganisation werden und keine Tanzschule sein", so Dinkhauser. Kritik übt er auch am langen Schweigen des ÖGB zur Gehaltsaffäre in der Postgewerkschaft. "Wenn die Hütte brennt, muss der Häuptling da sein. Und wenn es ums Geld geht, brennt immer der Hut. Das hätte Verzetnitsch wissen müssen. Da reicht nicht die zweite Garnitur. Das hat Verzetnitsch offenbar falsch eingeschätzt. Denn es geht ja nicht nur um den Dörfler, es geht um ganze Dörfer."

Mut zum Risiko

Der prominente VP-Arbeitnehmervertreter verlangt "an der Spitze Persönlichkeiten mit Mut zum Risiko" und sieht eine mangelnde Distanz der ÖGB-Spitze rund um Verzetnitsch & Co zur SPÖ. "Die brauchen immer die Nestwärme der SPÖ. Eine Urabstimmung hätten sie schon bei der vorigen Regierung unter der SPÖ als Kanzlerpartei machen müssen, aber damals blieben sie alle hinter der Stauden." Dagegen habe er "schon links ein blaues Auge, weil ich mich bestimmter Themen annehme. Das geht mir an der ÖGB-Spitze ab". (APA)

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    foto: bernhard grossruck
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