Hyper-Threading: Parallel-Betrieb auf einem Prozessor

29. August 2001, 17:50
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Intel-Technologie verspricht Leistungssteigerung von 30 Prozent

Intel hat auf seiner Entwicklerkonferenz in San Jose erstmals seine Hyper-Threading-Technologie offiziell vorgestellt. Dieses Design ermöglicht nach Angaben des Halbleiterherstellers eine Leistungssteigerung von 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Prozessoren. Hyper-Threading erlaubt es einen Prozessor die parallele Bearbeitung von Daten anstatt immer eine Anwendung nach der anderen zu erledigen. Intel beabsichtigt, das Design erstmals 2002 in seine Xeon-Prozessoren zu integrieren.

Stück für Stück

Gegenwärtig ordnen die Chips die Instruktionen noch in einer langen Schlange an und bearbeiten die Datenpakete nacheinander. Hyper-Threading teilt die Daten für den Prozessor in parallele Ströme auf, die gleichzeitig abgearbeitet werden. Für das Betriebssystem erscheint damit ein physikalischer Chip als zwei logische Prozessoren. Der Prozessor wechselt dazu innerhalb weniger Nanosekunden zwischen den einzelnen hereinkommenden Datenpaketen mit unterschiedlichen Software-Applikationen.

Softwareentwicklungsumgebung noch dieses Jahr

Intel plant noch in diesem Jahr Software-Entwicklungsumgebungen für Hyper-Threading-Systeme zur Verfügung zu stellen. Für die Adaption von Anwendungen, die noch nicht für die Technologie vorbereitet sind, will der Konzern ein eigenes Toolset veröffentlichen. (pte)

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