"Entgrenzte Medienwelten"

30. August 2001, 10:09
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Die Mediengespräche starten am Donnerstag

Wien- Den "Entgrenzten Medienwelten" widmen sich die Alpbacher Mediengespräche ab Donnerstag beim bis Samstag dauernden "Mediengipfel". Der Wandel der Gesellschaft in der digitalen Welt, die Rolle nationaler Medienidentitäten vor dem Hintergrund der Verschmelzung von Märkten, Medien und Unternehmen, stehen ebenso auf dem Tagungsprogramm wie Fragen der Konzentration und der Qualität.

Den Auftakt bildet am Donnerstag der Eröffnungsvortrag des deutschen Kommunikationswissenschafters und SPD-Vordenkers Peter Glotz zum "Wandel der Gesellschaft in der digitalen Welt". Ob "nationale Medienidentitäten" überholt oder verzichtbar sind, erörtern in der anschließenden Podiumsdiskussion unter anderem Michael Grabner (Verlagsgruppe Holtzbrinck), Jan Mojto (Kirch-Gruppe) sowie Sasa Ordanoski ("Forum Magazin", Skopje). Angefragt wurde auch der Medienmogul Rupert Murdoch.

Arbeitskreise

Am Freitag stehen vier ganztägige Arbeitskreise auf dem Programm, die sich dem "Public Service im Wandel", dem Spannungsfeld von Markt und Gesetzgeber, generationsspezifischer Mediennutzung sowie möglichen neuen Bildungschancen durch mediale Innovationen widmen. Moderiert werden die vier Panels vom früheren "Zeit"-Chefredakteur Roger de Weck, vom Kommunikationswissenschafter Thomas A. Bauer, von Rudolf Bretschneider (Fessel-GfK) sowie von ORF-Hörfunkintendant Manfred Jochum.

Am Freitagabend geht eine weitere Plenarveranstaltung der Frage nach, ob in den neuen Medienwelten "Geschwindigkeit, nicht Inhalt zählt". Ob "Speed" die Information "killt", diskutieren unter der Leitung des Philosophen Rudolf Burger nt-v-Chef Helmut Brandstätter, Udo Röbel ("Bild online") sowie Roger P. Parkinson ("The Globe and Mail", Präsident des Weltverbands der Zeitungen).

Konzentration

Der letzte Tag des Mediengipfels im Rahmen des Forums Alpbach steht am Samstag im Zeichen der Debatte von "Konzentration versus kleine Einheiten". Dieses gerade in Österreich wieder besonders aktuelle Thema diskutieren neben Brandstätter auch WAZ-Geschäftsführer Bernd Nacke, Eugen A. Russ (Vorarlberger Medienhaus), Thomas Stein (Bertelsmann Music Group) sowie Boris Bergant (RTV Slovenija). Moderator ist Markus Breitenecker (SevenOneMedia). Den "Abschlussdialog" der Mediengespräche bestreiten Mihajlo Kovac, Botschafter der Republik Jugoslawien in Wien sowie ein Referent aus Russland. (APA)

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