Hansgeorg Schindler beim Bergsteigen tödlich verunglückt

30. August 2001, 10:23
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Er war Vorstand des Linzer Instituts für Biophysik

Linz - Der Linzer Biophysiker Hansgeorg Schindler ist am Dienstag beim Bergsteigen in Frankreich tödlich verunglückt. Das teilte die Linzer Johannes-Kepler-Universität am Mittwoch in einer Presseaussendung mit. Schindler sei "einer der hervorragendsten Forscher Österreichs" im Bereich der Bio-Nano-Technologie gewesen, der Experte war auch mit der Erkennung von BSE-Erregern beschäftigt. Der Tod Schindlers stelle einen "unersetzbaren Verlust" dar, erklärte Rektor Rudolf Ardelt .

Schindler war in Linz Vorstand des Instituts für Biophysik. Im Frühling hatte der 57-Jährige eine an seinem Institut entwickelte "bahnbrechende Methode" zum Nachweis von BSE-Erregern am lebenden Tier vorgestellt. Damit könnten Krankheitserreger, etwa kranke Prionen, fest gestellt werden, hatte er in Aussicht gestellt. Die Forschungsarbeiten sollten auch vom Land Oberösterreich gefördert werden.

Schindler wurde am 27. September 1943 in Monschau in Deutschland geboren. Er studierte in der Schweiz und in den USA, ab 1985 baute er an der Linzer Universität das Institut für Biophysik auf. In der Forschung an der "Biomembran" habe er mit seinen Mitarbeitern Weltruf erlangt, so die Universität in ihrer Aussendung. Der Wissenschafter arbeitete zuletzt daran, eine frühe und detaillierte Diagnose von Krankheiten an der lebenden Zelle zu ermöglichen. (APA)

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