Daewoo Austria will mit vier neuen Modellen durchstarten

29. August 2001, 13:03
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2001 werden Vorjahresstückzahlen nicht erreicht - Mit 3. September beginnt Verkaufsoffensive

Klagenfurt - Die Daewoo Motor Austria wird heuer nicht an die Verkaufszahlen des vergangenen Jahres heran kommen. Zwar wurde im Mai die Marke von 10.000 bisher verkauften Autos überschritten, jedoch liegt man mit 550 Stück bis Ende Juni d.J. deutlich unter dem Vorjahreswert, als in Österreich im Gesamtjahr 1.500 Stück abgesetzt wurden. 2002 soll es wieder aufwärts gehen.

Der Geschäftsführer von Daewoo Motor Austria, Heung Sup Han, macht für den Geschäftsrückgang einerseits die Ungewissheit um den Mutterkonzern und andererseits die Stagnation asiatischer Marken in Westeuropa verantwortlich. Negativ wirke sich auch die Tatsache aus, dass es bei den Limousinen kein Dieselmodell gibt. "In Österreich aber sind zwei von drei neu zugelassenen Autos mit Dieselmotor ausgestattet", sagte Han am Mittwoch bei einem Pressegespräch in Klagenfurt.

"2002 wird für uns ein wichtiges Jahr"

"Wir wollen mit einer am 3. September beginnenden Aktion den Verkauf ankurbeln", sagte Verkaufs- und Marketingleiter Michael Röck. Es wurde eine attraktives Paket rund um die Erfolgsmodelle Matiz, Tacuma, Lanos und Leganza geschnürt, welches Österreich-weit mit einem Postwurf beworben wird.

"2002 wird für uns ein wichtiges Jahr", sagte Röck weiters. Mit Kalos im wichtigen B-Segment als Konkurrenz zu VW-Polo und Peugeot 206, mit dem Offroad-Fahrzeug Rexton (auch als Dieselversion), einem Leganza-Nachfolger und dem Tacuma mit Dieselmotor (in Kooperation mit Renault) werden vier neue Modelle auf den Markt kommen. Außerdem sollen neue Händler gewonnen werden. Dies im besonderen in Kärnten, wo es derzeit nur zwei Daewoo-Verkaufsstellen gibt. Insgesamt verfügt Daewoo in Österreich 57 Händler.

Verhandlungen zwischen Daewoo und General Motors

Han berichtete auch über den Stand der Verhandlungen zwischen Daewoo und General Motors. Diese seien derzeit in einer "Intensivphase". Knackpunkt sei das Hauptwerk in Pupyong nahe der koreanischen Hauptstadt Seoul. "Aber ich bin Überzeugt, dass alles zu einem guten Ende kommt", sagte Han. Jüngsten Zeitungsberichten in Korea zu Folge ist der US-Konzern bereit, für die Übernahme von Daewoo Motors ohne das Hauptwerk um knapp 590 Mill. Dollar (655 Mill. Euro/rund 9 Mrd. S) auf den Tisch zu legen.

"Daewoo wird es künftig auf jeden Fall geben", sagte Han weiters. Für den Fall, dass die Übernahme durch GM scheitern sollte, gibt es bereits Pläne für eine Eigenständigkeit als Alternative. (APA)

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