Gegen den Kommerz

29. August 2001, 12:45
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Garbage Sängerin Shirley Manson: Kein Platz für Musiker

Frankfurt - In den ewigen Kampf gegen die Kommerzialisierung der Musikbranche ziehen nun auch Garbage. Sängerin Shirley Manson beklagte, es gehe nur noch um billige Unterhaltung. "Ich habe das Gefühl, dass in der Musikindustrie kein Platz für die Musiker ist", sagte die 35-jährige gebürtige Schottin der Zeitschrift "Musikexpress". "Unterm Strich ist bei Leuten wie Britney Spears oder Christina Aguilera die Musik als Kunstform verloren gegangen." Am 1. Oktober erscheint "Beautiful Garbage", das dritte Album der Band.

Große Musik habe nicht notwendigerweise etwas mit dem schnellen, oberflächlichen Bang zu tun, sagte Manson. "Manchmal braucht man sehr viel Zeit, um Musik richtig erfahren zu können. Und ich denke, in der Musikindustrie gibt es für so etwas keinen Platz mehr. Es geht nur noch um Geld und darum, schnell und möglichst viel zu verkaufen."

Der 42-jährige Garbage-Gitarrist Steve Marker glaubt, dass neue Bands heute gar keine Chance mehr haben, natürlich zu wachsen. "Sie dürfen eine Platte rausbringen, und die muss dann in zwei Wochen ein Riesenhit sein. Wenn's keiner wird: Vergiss es. Früher durften die Gruppen wenigstens noch drei oder vier Produktionen veröffentlichen, auch wenn die sich nur einigermaßen gut verkauft haben." (APA)

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