"Leben heißt frei sein": 20 Jahre TERRE DES FEMMES (Deutschland)

29. August 2001, 11:53
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Internationaler Kongress für Frauen- und Menschenrechte in Berlin

Die deutsche Menschenrechtsorganisation für Frauen, Terre des Femmes, feiert ein Jubiläum: seit 20 Jahren setzt sie sich für die Entwicklung der internationalen Frauenrechte ein. Gearbeitet wird mittels internationaler Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit, Aktionen, Einzelfallhilfe und Förderung von einzelnen Projekten für Frauen und Mädchen.

Aus diesem Anlaß lädt Terre des Femmes, zusammen mit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Heinrich-Böll-Stiftung sowie mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, zum Kongress für Frauen- und Menschenrechte nach Berlin.

Programmpunkte des Kongresses

Das Einstiegsreferat hält Charlotte Bunch (Center for Womens' Global Leadership, USA) zum Thema "FRAUENRECHTE SIND MENSCHENRECHTE". In Foren sollen Strategien und Perspektiven für die Menschenrechtsarbeit für Frauen erarbeitet werden. Themenkomplexe darin:

  • Menschenrechtsverletzungen durch traditionelles Recht, Religion und Kultur,
  • Programme gegen Männergewalt,
  • geschlechtsspezifische Verfolgung,
  • Menschenrechtsverletzungen an lesbischen Frauen,
  • Internationale Vernetzung im Kontext von Globalisierung.

Taslima Nasrin und Benoîte Groult zu Gast

Auch eine Talkrunde "20 Jahre TERRE DES FEMMES - Menschenrechtlerinnen im Gespräch" mit Dr. Corinne Kumar (Asian Women's Human Rights Council, Indien), Benoîte Groult (Schriftstellerin, Frankreich), Ingrid Stähle (Journalistin und Mitbegründerin von TERRE DES FEMMES), Charlotte Bunch (Center for Womens' Global Leadership, USA) sowie Taslima Nasrin (Ärztin und Schriftstellerin, Bangladesh) steht auf dem Programm.

Die Arbeit von TERRE DES FEMMES

Menschenrechtsverletzungen an Frauen umfassen unter anderem:

  • Handel mit Frauen auf der ganzen Welt als billige Arbeitskräfte, Katalogbräute und Zwangsprostituierte,
  • Nichtanerkennung der Verfolgung von Frauen aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit als Asylgrund,
  • Verweigerung des Selbstbestimmungsrechts von Frauen über ihren Körper, z.B. Zwangssterilisationen und genitale Verstümmelung,
  • sexualisierte Gewalt an Mädchen und Frauen,
  • Abtreibung von weiblichen Föten,
  • Zerstückelung und Vermarktung des weiblichen Körpers durch Gen- und Reproduktionstechniken.

Deshalb gehört die Unterdrückung von Frauen zu den schwerwiegendsten Menschenrechtsverletzungen unserer Zeit. TERRE DES FEMMES kämpft dafür, daß Menschenrechte auch Frauenrechte werden.

(a.bü/red)

Website Terre des Femmes

Programmflyer und Anmeldung: Agentur "steinrücke + ich" Alt-Heiligensee 51C
13503 Berlin
Tel. 030/43665557
Fax: 030/43665556
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