Schülerzahlen sinken - Schwund bei Taferlklasslern

29. August 2001, 10:06
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2,1 Prozent weniger Buben und Mädchen in der 1. Klasse Volksschule

Wien - Im bevorstehenden Schuljahr 2001/02 wird die Zahl der Schüler in Österreich im Vergleich zum vergangenen Schuljahr leicht sinken. Rund 1,207.000 Buben und Mädchen werden im kommenden Jahr nach den Schätzungen des Bildungsministeriums die Schulbank drücken, das sind etwa 1.000 bzw. 0,1 Prozent weniger als im Vorjahr.

Besonders betroffen vom Schülerschwund sind die Volksschulen mit einem Minus von insgesamt 0,9 Prozent auf 390.000 Schüler. Die Zahl der Taferlklassler wird - bedingt durch den Geburtenrückgang - sogar um 2,1 Prozent sinken und nur noch 98.100 Kinder werden die 1. Klasse Volksschule besuchen. 2000/01 waren es noch 100.243.

AHS voll im Trend

Voll im Trend bleiben die maturaführenden Schulen: Nicht nur die allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) können der Schätzung zufolge ein Plus von 0,4 Prozent (auf 185.500 Schüler) erwarten, auch die berufsbildenden höheren Schulen haben Zuwächse in Höhe von 2,1 Prozent (auf 126.300 Schüler) und die kaufmännischen höheren Schulen ein Plus von 1,9 Prozent (auf 42.300 Schüler).

Mehr Schüler wird es voraussichtlich auch in der Hauptschule geben. Die Zahl der Hauptschüler soll der Prognose zufolge um 0,5 Prozent auf 265.000 ansteigen. Dagegen verlieren die mittleren Schulen und die Polytechnische Schule durchgehend Schüler.

In den letzten zwei Jahrzehnten sind die Schülerzahlen in Österreich um mehr als 300.000 gesunken. Die höchsten Werte wurden mit fast 1,49 Millionen Mitte der siebziger Jahre erreicht, Ende der achtziger Jahre gab es mit 1,14 Millionen einen historischen Tiefstand. Für die nächsten Jahrzehnte erwarten die Experten auf Grund der demographischen Entwicklung ein permanentes Sinken der Schülerzahlen. (APA)

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