Krisensitzung der DOS endet ohne Ergebnis

29. August 2001, 06:22
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"Alle Positionen unverändert"

Belgrad - Ein Ende der Regierungskrise in Serbien ist nach wie vor nicht in Sicht. Auch eine nächtliche Krisensitzung der Parteiführer der Regierungskoalition DOS brachte bis zum Morgen keine Lösung. "Nichts hat sich verändert, alle Positionen sind unverändert geblieben", zitierte der Belgrader Sender TV-Politika den DOS-Führer Zarko Korac.

Korac kündigte ein neues Treffen der Parteienführer an. An der nächtlichen Sitzung hinter verschlossenen Türen nahmen in Belgrad alle Vorsitzenden der 18-Parteien-Koalition teil - darunter auch die verfeindeten DOS-Führer: Jugoslawiens Präsident Vojislav Kostunica, der die serbisch-nationalistischen Interessen vertritt, und Zoran Djindjic, Serbiens reformorientierter, prowestlicher Regierungschef, hinter dem die gesamte DOS steht.

Kostunicas Demokratische Partei Serbiens (DSS) hat Djindjic und seinem Kabinett Komplizenschaft mit dem organisierten Verbrechen, Korruption und Missachtung der Verfassung vorgeworfen. Eine der Ursachen des Streits ist die von Djindjic angeordnete Auslieferung von Ex-Präsidenten Slobodan Milosevic an das UNO-Kriegsverbrecher- Tribunal in Den Haag. (APA/dpa)

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