Häupl setzt Marke bei einem Drittel

28. August 2001, 22:58
posten

Niedrigere Beteiligung wäre eine Problem - Meinungsforscher Beutelmeyer kritisiert Fragestellung

Wien - Der Wiener Bürgermeister und stellvertretende SPÖ-Vorsitzende Michael Häupl hat die Marke für die Beteiligung an der ÖGB-Urabstimmung bei einem Drittel gesetzt. "Alles, was unter einem Drittel liegt, wäre wahrscheinlich ein Problem", meinte er Dienstag in der "ZiB 2". Man müsse zu einer "vernünftigen Mobilisierung" kommen, wobei er denkt, "dass das auch gelingt" - trotz des "Privilegienskandals" bei der Post-Gewerkschaft.

Häupl ist überzeugt, dass "die Leute die eigenen Taschen auch interessieren" und dass sie da von "Ärgernissen" zu differenzieren wissen. Die FPÖ sollte nicht "zu sehr in Siegesrausch" verfallen, auch angesichts der vielen Skandale, die sie selbst in den vergangenen Jahren hinter sich gebracht habe. Und im Vergleich mit der Regierungspolitik in vielen Bereichen sollte man "dieses Ärgernis, meinetwegen diesen Privilegienskandal, nicht überbewerten".

Meinungsforscher Werner Beutelmeyer vom market-Institut rechnet mit einer Beteiligung von 30 Prozent. Er ist allerdings überzeugt, dass die Ergebnisse nicht aussagekräftig seien - weil die Art der Fragestellung objektive Ergebnisse nicht zuließen. Schwierige Fragen würden ein "Ja" provozieren, es gebe keine Bezugsrahmen, insgesamt sei "die Glaubwürdigkeit der gesamten Ermittlung arg betroffen". (APA)

Share if you care.