Umweltschützer klagen gegen geplante US-Raketenabwehr

29. August 2001, 09:44
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"'Krieg der Sterne' nicht nur unmoralisch, sondern vermutlich auch illegal"

Washington - Umweltschutzorganisationen haben in den USA Klage gegen die Raketenabwehrpläne von Präsident George W. Bush eingelegt. Wie die Organisationen am Dienstag mitteilten, verlangen sie vom Pentagon eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Es müsse geklärt werden, welche Auswirkungen das geplante Testgelände für das neue Raketenabwehrsystem in Alaska auf die Umwelt und die Gesundheit habe, hieß es in einer Erklärung.

Die zu den Klägern zählende Umweltschutzorganisation Greenpeace forderte, den Bau des Testgeländes in Fort Greely in Alaska zu stoppen. Bushs Versuche, in Alaska einen "Krieg der Sterne" zu starten, seien nicht nur unmoralisch, sondern vermutlich auch illegal, betonte Greenpeace-Sprecherin Melanie Duchin.

US-Präsident Bush hält ungeachtet internationaler Bedenken an seinem Plan für ein Raketenabwehrsystem fest. Dafür müsste der 29 Jahre alte ABM-Vertrag über die Begrenzung von Abwehrsystemen gekündigt oder verändert werden. Mit dem geplanten Raketenschild will sich Bush gegen eine Bedrohung durch so genannte Schurkenstaaten wie den Irak und Nordkorea schützen. Der nächste Test für das Abfangsystem ist im Oktober geplant. (APA)

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