Invesco-Experte: "Am Neuen Markt ist das Schlimmste vorbei"

28. August 2001, 20:10
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Break-even in den nächsten 18 Monaten erwartet - In Mittel- und Osteuropa könnte noch eine Blase platzen

Alpbach - Am Neuen Markt, dem stark technologieorientierten Börsesegment der Deutschen Börse in Frankfurt, könnte das Schlimmste vorüber sein: Viele der Unternehmen am neuen Markt werden in den nächsten 18 Monaten ihren Break-Even erreichen, ist Michael Fraikin, Fondsmanager der Invesco, überzeugt. Fraikins Kernbotschaft beim Bankenseminar im Rahmen des Europäischen Forum Alpbach: "Der Neue Markt bleibt ein attraktives Investment".

Irrationaler Überschwang führte zu Blase

Fraikin führte einige Gründe für den Kursniedergang am Neuen Markt an, darunter "irrationalen Überschwang" der Anleger, das weltweite Platzen der Blase bei den TMT-Werten (Technologie-Medien-Telekom), fehlende Managementqualitäten bei Unternehmen und eine Abschwächung des Wirtschaftszyklus allgemein.

Einstiegsniveau nach Crash

Nach dem Crash am Neuen Markt seien die Aktien jetzt aber wieder sehr günstig, zudem unterstütze der günstige Zinszyklus die Entwicklung, spürt der Fondsmanager wieder Aufwind. Mehrere Faktoren könnten einen erhofften Aufschwung auslösen, etwa eine verbesserte Konjunktursituation in den USA, niedriges Zinsniveau, eine als wahrscheinlich gewertete Erholung etablierter Aktienmärkte sowie strengere Börsevorschriften. Eine "Blase" kann sich der Invesco-Manager aber noch an den Märkten Mittel- und Osteuropas vorstellen.

Invesco bildet zusammen mit der US-Schwester AIM Management Group die Amvescap, die größte unabhängige Asset Management-Gruppe der Welt mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 7 Mrd. Euro (96 Mrd. S). Das verwaltete Vermögen beläuft sich auf rund 400 Mrd. Euro, das Unternehmen mit mehr als 5.500 Mitarbeitern in 20 Ländern notiert an den Börsen London, Paris und New York. (APA)

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