Von Zellen zu Nervennetzen

28. August 2001, 19:11
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Verbindung mit Silizium-Chip

München - Forschern am Münchner Max-Planck-Institut für Biochemie ist es gelungen, Nervenzellen auf einem Silizium-Chip zum Wachsen zu bringen. Aus einzelnen Zellen, die aus einer Schnecke isoliert worden waren, bildete sich im Labor ein Netzwerk. Zuvor hatte man sie - und das ist das Vielversprechende daran - erfolgreich auf einen Chip verpflanzt, berichtete der Berliner Tagesspiegel.

Sinnesorgane steuern

Damit ist ein weiterer Schritt zur Verbindung von Mensch und Maschine geschafft, wenn auch vorerst nur im Versuch mit Tierzellen. Um die Verbindung Chip-Nervenzelle zu überprüfen, schickten die Forscher Günther Zeck und Peter Fromherz via Silizium-Plättchen einen elektrischen Impuls in eine Zelle, konnten ihn danach durchs Netzwerk verfolgen und am anderen Ende im Chip wieder registrieren. "Das ist ein Quantensprung in unserer bisherigen Forschung", kommentierte Fromherz. In Zukunft könnte die Technik für neuronale Prothesen zur Steuerung von Sinnesorganen verwendet werden, meinen die Forscher. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.8.2001, rosch)

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