Zum Abschluss Klangmassen

28. August 2001, 20:29
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Franz Welser-Möst setzt mit Gustav Mahlers Achter den bombastischen Schlusspunkt

An der Salzach werden die Gehsteige bald wieder um 20 Uhr hochgeklappt: Die Festspiele gehen zu Ende. Franz Welser-Möst setzt mit Gustav Mahlers Achter den bombastischen Schlusspunkt. Und tschüss!
Die Ära Mortier/Landesmann endet mit einem opulenten Schlussakkord: Gustav Mahlers "Symphonie Nr. 8, Es-Dur". Hatte er in den anderen Symphonien noch "subjektive Tragik" komponiert, so beginnt hier "das Universum zu tönen und zu klingen . . . Es sind nicht mehr menschliche Stimmen, sondern Planeten und Sonnen, welche kreisen." (Mahler)

Franz Welser-Möst, der in Salzburg einige Opernprojekte ausgeschlagen hat (u. a. 1992 die Übernahme des von Riccardo Muti "hingeschmissenen" Titus), dirigiert das Gustav Mahler Jugendorchester. An Klangmassen wird es gewiss genug zu organisieren geben. Dass dies Welser-Möst liegt, ist keine Frage. Und es wäre nicht verwunderlich, würde er künftig an der Salzach auch in der Oper eine ungleich wichtigere Rolle spielen.

Solisten: Elizabeth Whitehouse, Sopran I; Hillevi Martinpelto, Sopran II; Martina Janková, Sopran III; Yvonne Naef, Alt I; Jadwiga Rappé, Alt II; Herbert Lippert, Tenor; Peter Weber, Bariton; Andreas Macco, Bass. Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde Wien, Prager Philharmonischer Chor, St. Flori-aner Sängerknaben. (ws)
31. 8., Salzburger Fest-
spiele, Großes Festspiel-
haus, Hofstallgasse 1,
(0662) 80 45-579.
20.30

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