"Mehr Lesespaß für VKW-Kunden - Mehr Spannung für Abonnenten"

28. August 2001, 18:14
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"Kombiabo" für Vorarlberger Tageszeitung und VKW-Strom

""Mehr Lesespaß für VKW-Kunden - Mehr Spannung für Abonnenten". Unter diesem Slogan bewerben die Vorarlberger Kraftwerke AG (VKW) und das Vorarlberger Medienhaus in großformatigen Anzeigen eine neue Kooperation. Das Prinzip ist einfach: Wer sich sowohl beim Strombezug als auch beim Abonnement einer der Vorarlberger Tageszeitungen ("Vorarlberger Nachrichten", "Neue Vorarlberger Tageszeitung") für drei Jahre bindet, erhält 1.000 S (72,7 Euro) gutgeschrieben.

"Ländle-Tausender"

Das Angebot ist zunächst bis 31. Dezember befristet. Der so genannte "Ländle-Tausender" wird dann ab 2002, verteilt auf drei Jahre, auf der Abonnement-Rechnung gutgeschrieben. Dies entspricht einem Nachlass von 12,3 Prozent. Den Strom erhalten die Kunden zum bestehenden Preis weiter geliefert.

"Wir wollten angesichts der Stromliberalisierung für unsere Abonnenten etwas tun, so wie wir es bei der Telekom-Liberalisierung mit '1036-Hallo' getan haben", begründete der Chefredakteur der "Vorarlberger Nachrichten", Kurt Horwitz die Aktion. Es habe, trotz Präferenz für eine "Vorarlberger Lösung", auch Kontakte zu anderen Stromlieferanten gegeben, bestätigte er.

"Kundenbindungsprogramm"

VKW-Direktor Leo Wagner bezeichnete die Aktion im ORF-Interview als "Kundenbindungsprogramm". Privatkunden hätten ihren Stromvertrag bisher zwar kaum gekündigt. Aber, so Wagner: "Die Liberalisierung hat ihre eigenen Gesetze. Wir wissen nicht, was andere noch alles tun werden. Wir müssen mit einem attraktiven Partner attraktive Angebote schaffen."

In der Kooperation sei vereinbart, dass die VKW den Großteil der "geldlichen Zuwendungen" übernehmen, erklärte Wagner. Angesichts der Zahl von 68.000 Abonnenten von "Vorarlberger Nachrichten" und "Neue Vorarlberger Tageszeitung" könnte die Aktion bis zu 68 Mill. S (4,94 Mill. Euro) kosten. In der Praxis sei diese hohe Zahl aber nicht zu erreichen, ist der VKW-Direktor überzeugt.

Der Vorarlberger Landeshauptmann Herbert Sausgruber als Eigentümervertreter der VKW bewertete die Aktion am Dienstag positiv: "Das ist eine Unternehmensentscheidung, die ich im Rahmen der Vorgaben durchaus akzeptiere und auch für sinnvoll halte", so Sausgruber im Pressefoyer nach der Regierungssitzung. Andere Medien hätten sich für ähnliche Kooperationen ausländische Partner gesucht. (APA)

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