Spannendes Rennen um AUA-Vorstandstickets

29. August 2001, 19:25
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Otti und Kleibl Favorites für Posten des Finanzchefs

Wien - Nach der Nominierung des Dänen Vagn Sörensen, dem früheren Vizechef des skandinavischen Fluglinienverbundes SAS, zum neuen AUA- Chef, beginnen die Vorbereitungen für die Hearings für die restlichen drei AUA-Vorstände. Am 10. September sprechen die Kandidaten für den Finanzvorstand (CFO) und jene für den Bereich Flugbetrieb (COO) vor. Einige Tage später haben die Marketingexperten ihren Auftritt. Am 26. September entscheidet dann der AUA-Aufsichtsrat über die Zusammensetzung des neuen Vorstandes.

Aussichtsreich: Otti

Zu den aussichtsreichsten Bewerbern für den CFO zählt zwar AUA-Finanzchef Fritz Otti. Doch er bekam jüngst Konkurrenz: Thomas Kleibl, derzeit Chef von Wienerberger Österreich, wird zumindest von Ex-Wienerberger-Boss Erhard Schaschl gepusht. Schaschl sitzt seit März im AUA-Aufsichtsrat und soll sich dort um die Interessen der Kleinaktionäre kümmern. Kleibl würde auch die notwendige Erfahrung bei einer Fluglinie mitbringen. Er war bei der Lauda Air und hat als ehemaliger Finanzer auch Bankerfahrung. Kleibl war für den _Standard am Dienstag nicht erreichbar.

Vorstandsposten für den Flugbetrieb

Um den Vorstandsposten für den Bereich Flugbetrieb rittern Lauda-Air- Vorstand Christian Fitz und der Chefpilot der AUA, Walter Bock. Bock, der sich auf Anraten des Personalberaters Spencer Stuart bewarb, wird, so heißt es, vom Betriebsrat unterstützt, zumal Bocks Sohn, Dieter, wie der Vater AUA-Pilot und seit einigen Monaten auch Betriebsrat für das fliegende Personal bei der AUA ist. Fitz ist wie Bock Pilot und zudem ausgebildeter Wirtschaftsprüfer. Während Fitz bei der Lauda Air erst vor wenigen Monaten vom Prokuristen in den Vorstand aufrückte, sitzt Bock im Aufsichtsrat der Lauda Air. Zwischen ihnen gebe es "bestes Einvernehmen", sagt Bock.

Fitz: Langjähriger Betriebsrat

Fitz war bei der AUA lange Jahre Betriebsrat und 1993, als die AUA-Belegschaft gegen das Projekt Alcazar streikte, Sprecher der Betriebsräte. Als der damals neue Vorstand, Herbert Bammer und Mario Rehulka, bestellt wurde, wollte Fitz diesen "wegstreiken", so die Fama. (Claudia Ruff, DER STANDARD, Printausgabe, 29. August 2001)

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